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Prima Klima:
Geld sparen mit Umweltschutz
Mit einer energiebewussten
Lebensweise lässt sich rund 128.000 Euro im Leben sparen.
Der Erde würden dabei bis zu 70 Prozent weniger Treibhausgase
im Vergleich zu einem energieintensiven Leben zugemutet werden.
(jkm) - Diese Rechnung legte jetzt
David Reay von der Universität Edinburgh vor. Er verglich
dafür die Lebensweisen zweier fiktiver Londoner. Die Studie
wird in der Weihnachtsausgabe von "Philosophical Transactions
A" der britischen Forschungsgesellschaft Royal Society veröffentlicht.
Der fiktive Mr. Carbone liebt
Autofahren und Langstreckenflüge, der Gegenentwurf Mr. Bellamy
dagegen versucht auf jede Weise Energie zu sparen. Er kauft nur
Lebensmittel aus der Region, fährt mit dem Öffentlichen
Nahverkehr und macht Urlaub im eigenen Land.
Im Alter von 75 hat Mr. Carbon
für seinen Lebensstil 1.250 Tonnen Treibhausgase in die Luft
gesetzt, Mr. Bellamy dagegen nur etwa 370 Tonnen. Die um 70 Prozent
höheren Emissionen haben Mr. Carbon auch mehr gekostet. Er
gab umgerechnet 208.000 Euro aus, Mr. Bellamy dagegen nur 78.000
Euro.
"Mit etwa einer Millionen
Mr. Bellamys könnten wir eine jährliche Reduktion der
Treibhausgase von mehr als fünf Millionen Tonnen im Vereinigten
Königreich erreichen und würden dabei Ausgaben von etwa
einer Milliarde Pfund (1,6 Milliarden Euro) sparen", meint
Dr. Reay, der die ökonomischen Folgen der Einsparpolitik
auch für die britische und amerikanische Wirtschaft analysierte.
"Ich schließe aus meinen
Berechnungen, dass eine Senkung der Treibhausgase wie die im Kyoto-Protokoll
vereinbarte, nicht ernsthaft mit dem Argument verweigert werden
kann, sie wären eine zu große finanzielle Bürde",
meint der Autor, der die Senkungen für realisierbar und lebensnotwendig
hält.
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