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Windkraft: Studie zu Risiken für
Vögel - Branche im Aufwind
Das Institut für Vogelforschung
in Wilhelmshaven will die möglichen Risiken von Windkraftanlagen
vor den deutschen Küsten auf die Vogelwelt erforschen. Die
Studie soll ermitteln, wo sich Windräder auf die maritime
Umwelt in welcher Weise auswirken.
Wilhelmshaven/Osnabrück
(dpa) - Nach bisherigem Planungsstand werden nach Institutsangaben
bis 2030 im offenen Meer 2500 Quadratkilometer Fläche für
die Windenergie-Anlagen gebraucht. Das Bundesumweltministerium
unterstütze das Forschungsprojekt mit mehr als einer Million
Euro.
Vögel könnten in vielfältiger
Weise von den Anlagen betroffen sein, erläuterte ein Institutssprecher.
Unter anderen könnten die Windräder eine Scheuch- und
Barrierewirkung haben. Dadurch würden für die Vögel
lebensnotwendige Verbindungen zwischen Rast- und Nahrungsgebieten
unterbrochen oder der Vogelzug würde beeinträchtigt
werden.
Mitarbeiter der Inselstation Helgoland
und des Instituts in Wilhelmshaven (Niedersachsen) wollen erforschen,
wann welche Vogelarten wo und in welcher Höhe unterwegs sind.
Millionen von Zugvögeln überfliegen nach den Angaben
die südliche Nordsee und westliche Ostsee. Viele See- und
Küstenvogelarten rasteten und überwinterten dort.
Rekordjahr für Windkraft
Die Windkraft-Branche mit ihren
Anlagen zu Land und zu Wasser steuert einem Bericht des Bundesverbandes
WindEnergie in Osnabrück einem Rekordjahr zu. In den ersten
neun Monaten des Jahres seien in Deutschland 1377 Windräder
mit einer Gesamtleistung von 1888,8 Megawatt neu errichtet worden.
Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten seien das rund 35 Prozent
Megawatt mehr. Mit den derzeit 12.800 installierten Windrädern
könne in einem normalen Windjahr 4,1 Prozent des deutschen
Stromverbrauchs gedeckt werden.
Bei der regionalen Verteilung
der Windkraftleistung im Jahr 2002 bleibe Niedersachsen mit mehr
als 550 Megawatt neu installierter Leistung Windland Nummer eins.
Es folgten Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und
Schleswig-Holstein.
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