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Solarenergie: Wirtschaft hofft auf mehr
als 100.000 Arbeitsplätze
Die weitere Förderung
von Solaranlagen bietet nach Angaben der Solarwirtschaft sonnige
Aussichten für den Arbeitsmarkt. Auf diese Weise könnten
in den kommenden Jahren mehrere zehntausend neue Stellen geschaffen
werden, betonten die Fachverbände der Branche.
Berlin (dpa) - Zugleich appellierten
die Verbände am Dienstag in Berlin an die künftige Bundesregierung,
auch nach den Wahlen am 22. September die umweltschonende Energiegewinnung
zu unterstützen. Besonders im Export lägen dabei große
Möglichkeiten. In Deutschland sind heute bereits mehr als
500.000 Gebäude mit Solaranlagen ausgerüstet.
«Deutschland hat die Möglichkeit,
der weltweit führende Anbieter von erneuerbaren Energieanlagen
zu werden», sagte der Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung
Solarwirtschaft, Carsten König. In den vergangenen Jahren
seien bereits 18.000 Arbeitsplätze geschaffen worden.
Bis ins Jahr 2010 könnten
mehr als 100.000 Stellen entstehen. Vom «Solar-Boom»
hätten insbesondere der Mittelstand und das Handwerk profitiert,
sagte König. Die Solarwirtschaft sei «auf dem Weg von
einer kleinen Nischenbranche hin zu einer Industrie».
Nach Angaben der Verbände
heizen mittlerweile rund 460.000 Familien in Deutschland mit Solarenergie.
Auch mehr als 600 öffentliche Freibäder würden
mit Sonnenenergie betrieben. Mit Solarwärme wurde demnach
im vergangenen Jahr ein Umsatz von 650 Millionen Euro erzielt,
mit Solarstrom ein Umsatz von 500 Millionen.
Damit habe die Solarwirtschaft
auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Kohlendioxid
geleistet. Nach Verbändeangaben wurde der jährliche
CO2-Ausstoß um mehr als 660.000 Tonnen gesenkt.
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