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Bundesstiftung Umwelt: Stand-by-Stromverbrauch
bekämpfen
Die Deutsche Bundesstiftung
Umwelt hat dem Stromverbrauch durch Stand-by-Schaltungen an Elektrogeräten
den Kampf angesagt.
Osnabrück (dpa) - «Dadurch
wird in Deutschland pro Jahr genauso viel Energie verbraucht wie
in der gesamten Stadt Berlin», sagte der Generalsekretär
der Stiftung, Fritz Brickwedde, in einem Gespräch mit der
Deutschen Presse-Agentur (dpa). Energieverbrauch, der keinen Nutzen
stifte, müsse vermieden werden. Ein Haushalt könne bis
zu 130 Euro pro Jahr allein durch das konsequente Ausschalten
der Geräte sparen.
«Wir wollen, dass mehr
Geräte produziert werden, die man ganz ausschalten kann»,
appellierte Brickwedde an die Produzenten elektrischer Haushaltsgeräte.
Viele Verbraucher wüssten gar nicht, dass etwa Waschmaschinen
schon Strom schluckten, wenn nur der Stecker in der Steckdose
sei. «Die Verbraucher müssen dafür sensibilisiert
werden, etwa das Fernsehgerät völlig auszuschalten,
statt nur die Fernbedienung zu benutzen.»
«Nach Berechnungen des
Umweltbundesamtes gehen auf diese Weise in der Europäischen
Union jährlich 100 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Leere»,
sagte Brickwedde. Durch die sinnlose Erzeugung des Stroms in Kraftwerken
würden 40 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid
nutzlos in die Atmosphäre geblasen. «Das ist so viel,
wie die gesamte Schweiz jährlich ausstößt»,
vergleicht Brickwedde.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
wolle deshalb am Ball bleiben, um Verbraucher aber auch Händler
und Produzenten von Elektrogeräten mit mehr Informationen
auszustatten. «Die Verbraucher können schon beim Kauf
der Geräte auf den Stand-by-Verbrauch achten», sagte
der Generalsekretär.
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