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Obst
und Gemüse: Chemie-Grenzwerte in der EU häufiger überschritten
Immer öfter finden Europas
Lebensmittel-Kontrolleure ein Übermaß chemischer Rückstände
in Obst und Gemüse.
Brüssel/Berlin (dpa) - Mittlerweile
überschritten vier Prozent aller Proben die zulässigen
Höchstwerte für Schädlingsbekämpfungs- mittel,
teilte die Europäische Kommission am Freitag in Brüssel
mit. Dieser Anteil sei in den vergangenen fünf Jahren stetig
gestiegen. Das sei ein «Grund zur Besorgnis». Ein
Gesundheitsrisiko für die Verbraucher bestehe aber «nicht
unbedingt», erklärte die Brüsseler Behörde.
Die Angaben beruhen auf der Analyse
von 45.000 Obst-, Gemüse- und Getreideproben im Jahr 2000,
die vom Lebensmittel- und Veterinäramt der Kommission ausgewertet
wurden.
Das Bundesverbraucherschutzministerium
in Berlin teilte auf Anfrage mit, in Deutschland sei der Anteil
der Proben mit überschrittenen Grenzwerten von 5,9 Prozent
1999 auf 3,9 Prozent im Jahr 2000 gesunken. Neuere Angaben lägen
noch nicht vor. Dramatische Veränderungen habe es in Deutschland
zuletzt nicht gegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin.
In der EU lag der Anteil der
rückstandsfreien Proben konstant bei rund 60 Prozent. Auch
wo die Höchstwerte überschritten wurden, ist laut Kommission
«mit dem Verzehr der betreffenden Produkte keine unmittelbare
Gefahr verbunden».
Die meisten Rückstände
wurden in Kopfkohl und Erbsen entdeckt. Am häufigsten wiesen
die Kontrolleure Rückstände von Mitteln zur Bekämpfung
von Pilzen und Insekten nach.
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