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- 15.05.2002 -

 

 

 

 

 

 

 



 

Trittin für Abbau umweltschädlicher Subventionen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat sich für eine umfassende ökologische Finanzreform ausgesprochen. Ein zentraler Punkt sei dabei der Abbau umweltschädlicher Subventionen.

Berlin (dpa) - Von diesen Subventionen gebe es eine Fülle im deutschen Steuer- und Finanzsystem, «nicht nur bei der Steinkohle und in der Landwirtschaft», sagte Trittin am Mittwoch bei einer Konferenz zu nachhaltigem Wirtschaften.

Drei Monate vor dem UN-Weltgipfel in Johannesburg sprach sich der Minister für einen weltweiten ökologischen und sozialen Ordnungsrahmen aus. Dieser solle negative Auswirkungen der Globalisierung vermeiden oder zumindest abmildern.

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, sagte, Nachhaltigkeit könne nur auf der Grundlage einer leistungsfähigen Wirtschaft und international wettbewerbsfähiger Unternehmen stattfinden. Er beklagte: «Die Balance in der Nachhaltigkeit zwischen Umwelt, Sozialem und Wirtschaft ist uns abhanden gekommen.»

Trittin betonte: «Es ist mittlerweile kaum noch umstritten, dass Produktion und Konsum auch mit den Kosten belastet werden müssen, die in den Marktpreisen nicht enthalten sind.» Eine grundlegende ökologische Finanzreform müsse aber auch weitergehende finanzielle Anreize für umweltfreundliches Produzieren und Konsumieren schaffen.

Große Chancen seien mit einer Umgestaltung der Bauförderung verbunden, sagte Trittin. Gegenwärtig werde etwa mit der Eigenheimzulage der Erwerb von Neubauten doppelt so hoch gefördert wie der Erwerb von Altbauten. Auf diese Weise würden flächenintensive Bauformen der Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber der Wiedernutzung des Gebäudebestandes erheblich bevorzugt.

«Wir sollten die Verlagerung von Arbeiten und Wohnen auf die grüne Wiese nicht auch noch mit staatlichen Mitteln zusätzlich fördern.»

 Mehr Informationen:

Bundesumwelt- ministerium

BDI

vista verde: Ökosteuer

 

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