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Trittin für Abbau umweltschädlicher
Subventionen
Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) hat sich für eine umfassende ökologische
Finanzreform ausgesprochen. Ein zentraler Punkt sei dabei der
Abbau umweltschädlicher Subventionen.
Berlin (dpa) - Von diesen Subventionen
gebe es eine Fülle im deutschen Steuer- und Finanzsystem,
«nicht nur bei der Steinkohle und in der Landwirtschaft»,
sagte Trittin am Mittwoch bei einer Konferenz zu nachhaltigem
Wirtschaften.
Drei Monate vor dem UN-Weltgipfel
in Johannesburg sprach sich der Minister für einen weltweiten
ökologischen und sozialen Ordnungsrahmen aus. Dieser solle
negative Auswirkungen der Globalisierung vermeiden oder zumindest
abmildern.
Der Präsident des Bundesverbands
der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, sagte, Nachhaltigkeit
könne nur auf der Grundlage einer leistungsfähigen Wirtschaft
und international wettbewerbsfähiger Unternehmen stattfinden.
Er beklagte: «Die Balance in der Nachhaltigkeit zwischen
Umwelt, Sozialem und Wirtschaft ist uns abhanden gekommen.»
Trittin betonte: «Es ist
mittlerweile kaum noch umstritten, dass Produktion und Konsum
auch mit den Kosten belastet werden müssen, die in den Marktpreisen
nicht enthalten sind.» Eine grundlegende ökologische
Finanzreform müsse aber auch weitergehende finanzielle Anreize
für umweltfreundliches Produzieren und Konsumieren schaffen.
Große Chancen seien mit
einer Umgestaltung der Bauförderung verbunden, sagte Trittin.
Gegenwärtig werde etwa mit der Eigenheimzulage der Erwerb
von Neubauten doppelt so hoch gefördert wie der Erwerb von
Altbauten. Auf diese Weise würden flächenintensive Bauformen
der Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber der Wiedernutzung
des Gebäudebestandes erheblich bevorzugt.
«Wir sollten die Verlagerung
von Arbeiten und Wohnen auf die grüne Wiese nicht auch noch
mit staatlichen Mitteln zusätzlich fördern.»
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