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Gutachten: Weniger Umweltverbrauch trotz
Wirtschaftswachstum
Trotz Wirtschaftswachstums
ist der Verbrauch von Umweltressourcen in Deutschland einem Gutachten
zufolge in den vergangenen Jahren zurückgegangen.
Berlin (dpa) - Während das
Bruttoinlandsprodukt zwischen 1991 und 2000 preisbereinigt um
rund 15 Prozent gestiegen sei, habe der Verbrauch von Energie
und Rohstoffen im gleichen Zeitraum um jeweils zwei Prozent abgenommen.
Bei Wasser war den Angaben zufolge sogar ein Minus von elf Prozent
zu verzeichnen.
Die Zahlen gehen aus dem Gutachten
des «Wissenschaftlichen Beirats Umweltökonomische Gesamtrechnung»
hervor, das Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne)
am Dienstag in Berlin in Empfang nahm.
Auch der Ausstoß an Kohlendioxid,
Schwefel- und Stickoxiden wurde den Experten zufolge deutlich
reduziert. Allerdings habe sich der Flächenverbrauch um rund
acht Prozent erhöht; er liege gegenwärtig bei rund 129
Hektar pro Tag. Trittin sagte, der Trend zur zunehmenden Flächenversiegelung
müsse umgekehrt werden.
«Die vorliegenden Ergebnisse
der umweltökonomischen Gesamtrechnungen zeigen aber, dass
wir insgesamt die richtigen Weichenstellungen im Umwelt- und Klimaschutz
vorgenommen haben.» Insgesamt sei Deutschland auf dem Weg
zur Nachhaltigkeit gut vorangekommen.
Die umweltökonomischen Gesamtrechnungen
werden seit Ende der 80er Jahre beim Statistischen Bundesamt entwickelt.
Sie liefern unter anderem langfristige Trendbeschreibungen und
Analysen zum Ressourcenverbrauch im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum.
Auch ökologisch wichtige Trends - etwa in der Veränderung
des Konsumverhaltens oder in der Wirtschaftsstruktur - lassen
sich mit Hilfe der Daten erkennen.
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