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- 02.05.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 



 

«Grüner Punkt»: Weniger Verpackungen gesammelt

Jeder Verbraucher hat im vergangenen Jahr durchschnittlich 76,6 Kilogramm Müll in gelbe Tonnen oder Säcke und in Glas- oder Altpapiercontainer geworfen. Im Jahr zuvor waren es 78,3 Kilogramm.

Berlin (dpa) - Insgesamt wurden 5,5 (Vorjahr 5,7) Millionen Tonnen Verpackungen mit dem «Grünen Punkt» gesammelt, teilte die Duales System Deutschland AG am Donnerstag in Berlin mit. Einschließlich der «Fehlwürfe» - also des Abfalls, der ohne «Grünen Punkt» in den Recycling-Behältern landete - sammelte das Duale System 6,3 Millionen Tonnen Müll. 5,3 Millionen Tonnen davon davon verwertet. Die Sammel- und Verwertungsmengen gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück.

Auch im vergangenen Jahr seien alle gesetzlich vorgeschriebenen Quoten deutlich übererfüllt gewesen, sagte der Vorstandschef des Dualen Systems, Wolfram Brück. Grund für die geringere Sammelmenge sei der Rückgang von Glasverpackungen, etwa Einweg-Glasflaschen. Zwar sei es zu einem «immensen Anstieg» von so genannten PET-Verpackungen gekommen, der aber die fehlende Glas-Tonnage nicht habe auffangen können.

Einnahmeverluste bei Einführung des Dosenpfands befürchtet

Brück wandte sich erneut scharf gegen das ab dem 1. Januar 2003 geplante Dosenpfand. Bei Einführung des Pfandes auf Getränke- Einwegverpackungen, die derzeit maßgeblich vom Dualen System gesammelt werden, befürchtet der Vorstandschef jährliche Einnahmeverluste von 290 Millionen Euro - das entspricht rund 15 Prozent des Umsatzes. Das Pfand soll ab 2003 auf alle Einwegverpackungen mit Bier, Cola und Limonade sowie auf so genannte Tetra-Paks mit stillem Mineralwasser erhoben werden.

Das Pfand habe angesichts der hohen Recyclingquote des Dualen Systems nur geringen ökologischen Nutzen. Mit Blick auf die Kosten, die Wirtschaft und Handel durch Einführung des Pfandsystems entstehen, sagte Brück, die Maßnahme sei «ökonomisch katastrophal».

Durch das Recycling von rund 2,3 Millionen Tonnen Leichtverpackungen (Aluminium, Kunststoffe, Verbunde und Weißblech) wurden nach Angaben des Dualen Systems 2001 umgerechnet rund 400.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Reduzierung an Treibhausgasen entspreche der Kohlendioxid-Menge, die 64.000 Haushalte jährlich bei der Verbrennung von jeweils 2000 Litern Heizöl produzierten.

Im Vergleich zur Herstellung entsprechender neuer Leichtverpackungen seien 2001 außerdem rund 33 Milliarden Megajoule Energie eingespart worden - das entspricht etwa der Hälfte der Jahresleistung des Atomkraftwerks Phillipsburg bei Karlsruhe.

Verwertet wurden im vergangenen Jahr unter anderem 2,5 Millionen Tonnen Glas (2000: 2,67 Mio Tonnen), knapp 1,5 Millionen Tonnen Papier, Pappe oder Karton (1,51 Mio Tonnen), sowie knapp 600.000 Tonnen Kunststoffe (570.000 Tonnen).

 Mehr Informationen:

Duales System Deutschland

 

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