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- 30.04.2002 -



 

BP-Chef: Emissionshandel senkt Kosten

Der Vorstandschef von BP, Lord John Browne, hat sich beim Streit um den Emissionshandel auf die Seite der EU-Kommission gestellt.

Hamburg (vv) - "Marktorientierte Instrumente wie der Emissionshandel lösen die Klimaproblematik viel kostengünstiger als staatliche Regulierungen", sagte Lord Browne der Wochenzeitung "DIE ZEIT". Auch freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie seien keine Alternative, weil niemand "wirklich ihre Einhaltung gewährleisten" könne.

Zwar müsse über viele Detailfragen des EU-Richtlinienentwurfs zum Emissionshandel sorgfältig nachgedacht werden; dies sei aber "etwas ganz anderes, als den Emissionshandel einfach abzulehnen". Er sei sich sicher, dass Klimaschutz ohne Emissionshandel höhere Kosten verursache, so Lord Browne in der ZEIT.

Der britische Ölmanager widersprach damit indirekt der Auffassung von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der durch den EU-Vorschlag den Produktionsstandort Europa gefährdet sieht. Auch einige deutsche Großunternehmen hatten den EU-Vorschlag abgelehnt.

Durch seinen unternehmensinternen Emissionshandel habe BP seit 1998 nicht nur den Ausstoß klimaschädlicher Gase um 14 Millionen Tonnen reduzieren können - der Ölmulti habe dabei auch "rund 600 Millionen Dollar" gespart, erklärte dagegen Lord Browne.

Der Manager kündigte ferner an, dass BP sein Engagement auf dem deutschen Gasmarkt verstärken wolle.

Der Nahostkonflikt sorge zwar für einen Risikozuschlag auf den Ölpreis, die Verbraucher müssten aber "keine Engpässe fürchten", sagt Lord Browne.

 Mehr Informationen:

DIE ZEIT: "Wir sind der grüne Ölmulti"

DIE ZEIT: Geschäfte mit der Luft

 

 

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