|
EU-Bürger: Mehrheit hält Lebensmittel
für sicher
Die Mehrheit der Europäer
greift trotz Rinderwahnsinns oder Antibiotika im Fleisch wieder
beherzter in die Lebensmittelregale.
Brüssel (dpa) - Dies geht
aus einer repräsentativen Umfrage in fünf Ländern
der Europäischen Union hervor, deren Ergebnisse der Verband
der Lebensmittel- und Getränkeindustrie in der EU (CIAA)
am Mittwoch in Brüssel vorstellte.
Danach denken zwei Drittel der
Konsumenten, dass die von ihnen gekauften Nahrungsmittel «sicher»,
also für die Gesundheit unbedenklich sind. Befragt wurden
nach den Angaben im Februar jeweils 1000 Verbraucher in Großbritannien,
Frankreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland. Diese fünf
Länder repräsentieren 70 Prozent aller EU-Bürgerinnen
und -bürger.
Zwar machten sich die Verbraucher
nach wie vor Gedanken über die Lebensmittelsicherheit, doch
sei dies nur für elf Prozent der Befragten Risikofaktor Nummer
eins, hieß es weiter. Größere Gefahrenquellen
für die Gesundheit sind nach den Einschätzungen der
Europäer das Rauchen, die Umweltverschmutzung und Stress.
Am geringsten ist das Vertrauen
in Lebensmittel in Deutschland. Nur einer von vier Befragten in
der Bundesrepublik glaubt, dass Nahrung heute sicherer ist als
vor 20 Jahren.
Nach wie vor können sich
die Verbraucher nicht mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln
anfreunden. Die Mehrzahl der Befragten gab an, nicht länger
ein normalerweise von ihnen gekauftes Produkt in den Einkaufswagen
legen zu wollen, wenn sich zukünftig aus dem Etikett ergeben
würde, dass es gentechnisch veränderte Organismen (GMO)
enthält. Die Ablehnung dieser Art von Nahrungsmittel ist
nach den Angaben in Deutschland mit 57 Prozent besonders groß.
Die europäische Nahrungsmittel-
und Getränkeindustrie ist einer der großen Wirtschaftszweige
in der Union. Dazu gehören nach CIAA- Angaben 26.000 Unternehmen
mit 2,6 Millionen Beschäftigten.
|