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- 13.03.2002 -

 

 

 

 

 

 



 

Weltbank: Wachstum in armen Ländern nicht genug zur Armutsbekämpfung

Nach der weltweiten Konjunkturflaute rechnet die Weltbank in den Entwicklungsländern in diesem Jahr wieder mit einem Anstieg der Wachstumsrate. Allerdings dürfe dies in vielen Fällen nicht ausreichen, um die Armut nachhaltig zu bekämpfen.

Washington (dpa) - Besonders Rohstoff abhängige Länder litten wahrscheinlich weiter unter den fallenden Weltmarktpreisen, schreibt die Weltbank in ihrem in Washington veröffentlichten Bericht zur Finanzlage der Entwicklungsländer..

Die Weltbank, einer der wichtigsten internationalen Kreditgeber, rechnet in diesem Jahr in den Entwicklungsländern mit einem Wachstum von drei Prozent, 2003 von fünf Prozent. Die diesjährige Prognose für die reichen Länder lautet plus 0,8 Prozent.

Die Weltbank forderte die reichen Länder auf, ihre Märkte zu öffnen und die Entwicklungshilfe aufzustocken. «Industrieländer haben ihre technische Hilfe zur Verbesserung des Handels aufgestockt», sagte Weltbank-Ökonom Uri Dadush. «Aber das kann nicht eine Öffnung der Märkte ersetzen.»

Die Preise für Kaffee, Baumwolle, Reis, Soja und Metalle seien teilweise so tief gesunken wie nie zuvor, berichtete die Weltbank. Entsprechend miserabel waren die Einkünfte der Exportländer. Andere, die ihre Devisen bislang überwiegend durch Touristen verdienten, wurden durch den Reiseeinbruch nach den Terroranschlägen vom 11. September getroffen.

Zudem seien die langfristigen Kapitalflüsse in ärmere Länder im vergangenen Jahr zum fünften Mal in Folge auf 234 Milliarden Dollar gesunken, 30 Milliarden Dollar weniger als im vergangenen Jahr und mehr als 100 Milliarden Dollar weniger als im Rekordjahr 1997. Die Entwicklungshilfe sei im vergangenen Jahr ein Fünftel niedriger gewesen als 1990.

Die Weltbank will die reichen Länder bei der Konferenz zur Finanzierung der Entwicklung, die kommenden Montag in Monterrey (Mexiko) beginnt, in die Pflicht nehmen.

«Immer mehr arme Länder schaffen die nötigen Institutionen und verfolgen eine Politik der nachhaltigen Entwicklung. Das Treffen in Monterrey ist die historische Gelegenheit für die reichen Länder, ihre Unterstützung für diese Anstrengungen zu zeigen, indem sie ihre Märkte öffnen und die Entwicklungshilfe kräftig aufstocken», sagte Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern.

 Mehr Informationen:

Worldbank: Global Development Finance 2002 (engl.)

Bericht der Welbank (deutsch; PDF)

Internationale Konferenz zur Entwicklungs- finanzierung in Monterrrey

vista verde: Entwicklung

 

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