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EU-Kommission: Umweltsünder sollen
zahlen
Umweltsünder sollen nach
dem Willen der EU- Kommission künftig konsequenter als bisher
für entstandene Schäden aufkommen. Die Brüsseler
Behörde beschloss am Mittwoch einen entsprechenden Vorschlag
für eine Richtlinie zur Umwelthaftung.
Brüssel (dpa) - Wer
Wasser oder Boden verschmutzt, soll demnach für die Schäden
bezahlen oder die Sanierungskosten tragen. Eine Einschränkung
der biologischen Vielfalt soll ebenso geahndet werden.
«Das Konzept, dass der
Verursacher zahlen muss, ist ein Eckpfeiler der EU-Politik»,
sagte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström zu dem Vorschlag.
«Die Zeit ist gekommen, dass die EU das Verursacherprinzip
in die Praxis umsetzt.»
Mit dem Vorschlag sollten der
fortschreitende Verlust der biologischen Vielfalt in ganz Europa
und die zunehmende Verschmutzung von Wasser und Boden bekämpft
werden.
Die Kommission wird ihren Vorschlag
beim nächsten Treffen der EU- Umweltminister am 4. März
vorlegen. Damit er Gesetz werden kann, müssen Europäisches
Parlament und Ministerrat dem Vorschlag zustimmen.
Bis zur Verabschiedung kalkuliert
die Kommission zwei bis drei Jahre ein. Danach hätten die
EU-Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, die Richtlinie in nationales
Recht umzusetzen.
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