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EU-Kommission: Biotechnologie stärken
Die EU-Kommission will die
europäische Wettbewerbs- fähigkeit im Bereich der umstrittenen
Biotechnologie stärken.
Brüssel (dpa) - Eine entsprechende
politische Initiative startete EU- Kommissionspräsident Romano
Prodi am Mittwoch in Brüssel. «Europa muss sich den
Herausforderungen der Biotechnologie stellen, indem es verantwortungsvolle
politische Maßnahmen entwickelt, um diese neuen Möglichkeiten
auf eine Weise zu nutzen, die mit europäischen Werten in
Übereinstimmung steht», sagte Prodi.
Die Kommission prognostizierte
bis zum Jahr 2005 für den europäischen Biotechnologiemarkt
ein Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro. Bis 2010 könnten
die weltweiten Märkte in diesem Bereich auf gut zwei Billionen
Euro kommen.
Derzeit gebe es in Europa zwar
mehr Biotechnologiefirmen (1570) als in den USA (1273). Doch seien
in solchen Unternehmen in den USA 162 000 Menschen beschäftigt,
verglichen mit 61 000 in der EU, hieß es in Brüssel
weiter vor dem Hintergrund, dass die Union innerhalb dieses Jahrzehnts
zum weltweit wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum
werden will.
Die EU-Kommission regte eine
öffentliche Debatte über die Biowissenschaften und Biotechnologie
an, da es hier bislang in Europa keine gemeinsame Vision der Chancen
und Risiken und auch keine gemeinsamen Ziele gebe.
Gerade im Bereich der Entwicklung
von Arzneimitteln, widerstandsfähigen Kulturpflanzen oder
der Umwelt böten die neuen Technologien ein beträchtliches
Potenzial.
Die Kommission forderte unter
anderem verstärkte Bildungs- anstrengungen im Sektor Biowissenschaften
sowie eine Vernetzung der in diesem Bereich tätigen Akteure
in Europa.
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