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Künast: Verbrauchersicherheit hat
Priorität bei Agrar-Gentechnik
Beim Einsatz von Gentechnik
im Agrarbereich hat nach den Worten von Verbraucherschutzministerin
Renate Künast die Sicherheit der Konsumenten Priorität.
Berlin (dpa) - Durch Produktkennzeichnung
müsse die Wahl- freiheit gesichert werden, sagte die Ministerin
am Donnerstag in Berlin. Wahlfreiheit bei Futtermitteln sei auch
für Bauern wichtig. Im Zweifel wären die Landwirte wieder
die Leitragenden eines neuen Misstrauens der Verbraucher. «Dann
sind sie es wieder, die die Zeche zahlen.»
Laut Künast gibt es bei
der Mehrheit der Bevölkerung Bedenken gegenüber der
Gentechnik. «So sagen 73 Prozent, man könne sich nicht
darauf verlassen, dass die gesundheitliche Unbedenk- lichkeit
gentechnisch hergestellter Lebensmittel genau geprüft wird»,
sagte die Ministerin. 48 Prozent der Bevölkerung seien der
Meinung, dass Lebensmittel mit Gentechnik ein größeres
Gesundheitsrisiko hätten als herkömmlich hergestellte
Produkte. Erforderlich seien deshalb klare Kennzeichnungsregeln.
Bauernpräsident Gerd Sonnleitner
sagte, auch viele seiner Berufskollegen stünden der Gentechnik
skeptisch gegenüber. Deshalb sei eine klare Kennzeichnung
für Futtermittel und auch Saatgut wichtig. Nur so seien Offenheit
und Transparenz möglich.
Bayerns Ministerpräsident
Edmund Stoiber sagte bei einem auf der Grünen Woche in Berlin,
nach seiner Ansicht hätten sowohl die ökologische als
auch die konventionelle Landwirtschaft Zukunft. Die konventionelle
Landwirtschaft dürfe nicht an den Pranger gestellt werden,
nur weil sie anders produziere. Zugleich sprach er sich für
einen noch intensiveren Verbraucherschutz aus.
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