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- 17.01.2002 -

 

 

 

 

 



 

Künast: Verbrauchersicherheit hat Priorität bei Agrar-Gentechnik

Beim Einsatz von Gentechnik im Agrarbereich hat nach den Worten von Verbraucherschutzministerin Renate Künast die Sicherheit der Konsumenten Priorität.

Berlin (dpa) - Durch Produktkennzeichnung müsse die Wahl- freiheit gesichert werden, sagte die Ministerin am Donnerstag in Berlin. Wahlfreiheit bei Futtermitteln sei auch für Bauern wichtig. Im Zweifel wären die Landwirte wieder die Leitragenden eines neuen Misstrauens der Verbraucher. «Dann sind sie es wieder, die die Zeche zahlen.»

Laut Künast gibt es bei der Mehrheit der Bevölkerung Bedenken gegenüber der Gentechnik. «So sagen 73 Prozent, man könne sich nicht darauf verlassen, dass die gesundheitliche Unbedenk- lichkeit gentechnisch hergestellter Lebensmittel genau geprüft wird», sagte die Ministerin. 48 Prozent der Bevölkerung seien der Meinung, dass Lebensmittel mit Gentechnik ein größeres Gesundheitsrisiko hätten als herkömmlich hergestellte Produkte. Erforderlich seien deshalb klare Kennzeichnungsregeln.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner sagte, auch viele seiner Berufskollegen stünden der Gentechnik skeptisch gegenüber. Deshalb sei eine klare Kennzeichnung für Futtermittel und auch Saatgut wichtig. Nur so seien Offenheit und Transparenz möglich.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte bei einem auf der Grünen Woche in Berlin, nach seiner Ansicht hätten sowohl die ökologische als auch die konventionelle Landwirtschaft Zukunft. Die konventionelle Landwirtschaft dürfe nicht an den Pranger gestellt werden, nur weil sie anders produziere. Zugleich sprach er sich für einen noch intensiveren Verbraucherschutz aus.

 Mehr Informationen:

Verbraucherministerium

Deutscher Bauernverband

vista verde: Gentechnologie

 

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