|
Weltgrößtes Verkehrsprojekt:
Mit Handy und Internet Staus umfahren
Im Ruhrgebiet ist am Montag
das weltgrößte Info-System «Ruhr Pilot»
mit umfassenden Verkehrsansagen und -prognosen in die Testphase
gegangen.
Essen (dpa) - Bis spätestens
zur Fußball-WM 2006 soll das Mobilitätsprojekt umfassend
über Staus auf den wichtigsten Straßen und über
Verspätungen im öffentlichen Verkehr informieren.
Der Fernverkehr durch die Fünf-Millionen-Einwohner-Region
werde zusätzlich über große Tafeln an Autobahnkreuzen
auf dem Laufenden gehalten, teilte die Mitorganisatorin Projekt
Ruhr GmbH am Montag in Essen mit.
2003 könnten erstmals Informationen
abgerufen werden, möglicherweise über Internet, Handy,
Fernsehen oder Radio. Das Projekt soll nach Angaben der Initiatoren
zum weltgrößten Verkehrsmanagementsystem ausgebaut
werden.
«Der Ruhr Pilot wird zwar
nicht immer Staus auflösen können, aber zeigen, wie
wir sie umfahren können und welche alter- nativen Verkehrsmittel
es gibt», sagte der Leiter der Projekt Ruhr, Hanns- Ludwig
Brauser.
Verkehrsteilnehmer könnten
schon zu Hause überlegen, wie sie am besten zum Ziel kommen
könnten. Die Kosten für eine Abfrage beispielsweise
über Handy oder Internet könnten bei 30 bis 80 Cent
(0,59 bis 1,57 Mark) liegen, sagte Brauser.
Die einjährige Testphase
begann am Montag auf der stauträch- tigen Nord-Süd-Verbindung
B 224 zwischen Essen und Gladbeck. «Über Infrarot-Detektoren
werden Daten über die Fließgeschwin- digkeit des Verkehrs
übermittelt», sagte der wissenschaftliche Berater Prof.
Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg. Ein Zentralrechner
wertet die Daten aus.
|