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Agrarwirtschaft: DLG für mehr Markt
und gegen hohe Öko-Hilfe
Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft
(DLG) hat sich für mehr Wettbewerb im Agrarbereich und gegen
hohe staat- liche Subventionen für den ökologischen
Landbau ausge- sprochen.
Berlin (dpa) - Es komme darauf
an, eine wirtschaftlich leistungsbereite und zur Selbsthilfe fähige
Landwirtschaft fortzuentwickeln, sagte DLG- Präsident Philip
Freiherr von dem Bussche am Dienstag in Berlin anlässlich
der Wintertagung der Organisation.
Grüne Gentechnik sei eine
Zukunftstechnologie, die nicht grundsätzlich mit dem Argument
«Verbraucherschutz und Gentechnik passen nicht zusammen»
verteufelt werden dürfe, sagte der Präsident. Auch könne
sich Deutschland eine Landwirtschaft ohne technischen Fortschritt
nicht mehr leisten, da eine Verteuerung der Lebensmittel schlecht
sei.
Von dem Bussche kritisierte,
die Förderung für jeden ökologisch bewirtschafteten
Hektar sei doppelt so hoch wie die üblichen Zahlungen. Damit
würden neue Abhängigkeiten geschaffen.
«Die großen Chancen
des Biomarktes sollten die Akteure selbst nutzen und nur die Mengen
an den Markt bringen, für die eine zahlungskräftige
Käuferschicht bereitsteht», sagte von dem Bussche.
Die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft liege im Verbund.
Die DLG wurde 1885 gegründet
und ist eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation. Ihr Ziel
ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.
Die DLG hat 15.000 Mitglieder, unter anderem Politiker, Wissenschaftler
sowie Vertreter aus Industrie, Handwerk und Handel.
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