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Neues Zentrum für nachhaltiges Konsumieren und Produzieren
Die UN-Umweltbehörde und das Wuppertal-Institut
für Klima, Umwelt, Energie gründen ein gemeinsames Zentrum,
das neue Strategien für umweltfreundliches Produzieren und
Konsumieren erarbeiten soll.
(vv) - Armutsbekämpfung sowie nachhaltiges Konsumieren und
Produzieren gehören zu den Hauptaufgaben des "Centre
on Sustainable Consumption and Production" (CSCP), das
vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und dem Wuppertal
Institut für Klima, Umwelt und Energie gemeinsam gegründet
wurde.
"Wir sollten keine Angst davor haben, dass jeder in der
Welt ein Konsument wird. Die Armen brauchen mehr als Nahrung und
Schutz. Sie müssen in die Lage versetzt werden, selbstbestimmt
über ihr materielles und immaterielles Wohlergehen zu bestimmen,
so wie wir alle das auch können. Das ist natürlich eine
sehr große Aufgabe. Das ist die Herausforderung von nachhaltigem
Produzieren und Konsumieren. Und genau das ist der Fokus des neuen
Wuppertaler Centres", erklärte UNEP-Direktor Klaus Töpfer.
Vor allem die großen aufstrebenden Schwellenländer
China und Indien, müßten in die Lage versetzt werden,
Anschluß an die westlichen Industrienationen zu finden,
ohne daß etwa ihr Energieverbrauch massiv steige, sagte
Töpfer bei der Unterzeichnung des Gründungsmemorandums
am Freitag in Düsseldorf.
Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts, sieht
große Möglichkeiten, durch gezielte Forschungs- und
Entwicklungsanstrengungen in den Ländern des Südens
Umweltschäden und Kosten von vorne herein zu vermeiden: "Wir
vom Wuppertal Institut versuchen zusammen mit dem CSCP, technische
und soziale Entwicklungssprünge ("leap frogging")
in den aufstrebenden armen Ländern mit wissenschaftlichen
Impulsen zu beschleunigen - in einem partnerschaftlichen Prozess."
Sitz des CSCP ist Wuppertal. Es wird vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalen,
dem Bundesumweltministerium, dem Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Wuppertal gefördert.
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