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Weltklimakonferenz in Montreal: Klimaschutz nach 2012
Auf der ersten Weltklimakonferenz nach Inkrafttreten
des Kyoto-Protokolls im kanadischen Montreal sind die Hauptthemen
die Umsetzung der Kyoto-Vorgaben und der weltweite Klimaschutz
nach dem Jahr 2012.
(vv) - In Montreal ist am Montag die erste Klimaschutzkonferenz
nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls eröffnet worden.
Insgesamt werden ca. 10.000 Teilnehmer zu dieser bisher größten
Weltklimakonferenz erwartet. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
(SPD) wird vom 7. bis zum 9. Dezember an der Konferenz teilnehmen.
Im Mittelpunkt der Montrealer Konferenz werden die vollständige
Umsetzung des Kyoto-Protokolls, Verbesserungen an bestehenden
Klimaschutz-Instrumenten und die Einleitung eines Verhandlungsprozesses
für die Zeit nach 2012 stehen. "Kyoto ist nur ein erster
Schritt, dem bald weitere anspruchsvolle Schritte folgen müssen",
sagte Gabriel.
Die im Kyoto-Protokoll verankerten Obergrenzen für den Ausstoß
von Treibhausgasen sind bisher nur bis Ende 2012 festgelegt. Die
Bundesregierung will sich dafür einsetzen, dass in Montreal
ein Verhandlungsprozess für die Zeit danach gestartet wird
mit dem Ziel, am Ende wesentlich ehrgeizigere Reduktionsziele
festzulegen.
Auch die Umweltorganisation WWF forderte die Industrieländern
auf, ihre CO2-Emissionen nach 2012 deutlich schärfer zu reduzieren.
Der Beitrag von Entwicklungsländern zum Klimaschutz könne
unterschiedlich gestaltet sein. Die Spanne reiche vom verstärkten
Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur deutlichen Reduktion
des Abholzens ihrer Wälder.
Das Kyoto-Protokoll ist am 16. Februar dieses Jahres in Kraft
getreten. Es verpflichtet Industrieländer zur Reduktion des
Ausstoßes von Treibhausgasen. Deutschland hat sich verpflichtet,
in der Zeit von 2008 bis 2012 eine Reduktion der Treibhausgase
von 21% gegenüber 1990 zu erzielen. Davon sind nach den Angaben
des Umweltministers bereits 18,5% erreicht.
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