|
Sozialunternehmer für Deutschland
Die internationale Organisation Ashoka sucht
und unterstützt von nun an auch in Deutschland Sozialunternehmer
- Menschen, die mit Unternehmergeist soziale Probleme lösen.
(vv) - Mit einem Forum zum Thema "Social Entrepreneurship"
startete am Freitag in Berlin die internationale Non-Profit-Organisation
Ashoka
in Deutschland. Ashoka fördert seit 25 Jahren weltweit so
genannte Social
Entrepreneurs oder Sozialunternehmer
- Menschen, die "erfolgreich, effizient und langfristig mit
innovativen Ideen soziale Probleme lösen". Nachdem Ashoka
schon rund 1600 Social Entrepreneurs in mehr als 50 Ländern
unterstützt hat, geht die Organisation jetzt auch in Deutschland
an den Start.
"Deutschland steckt in der Krise. Es mangelt an Lösungen
für gesellschaftliche Probleme, und dem Staat fehlen die
Mittel. Wohlfahrt oder 'Charity' lindern zwar Not, aber lösen
selten deren Ursache. Ashoka will unternehmerisch denkenden und
handelnden Menschen im sozialen Bereich zum Erfolg verhelfen und
so dazu beitragen, einen auf dem Subsidiaritätsprinzip fußenden,
dynamischen und innovativen sozialen Sektor zu fördern",
sagte Konstanze Frischen, Geschäftsführerin von Ashoka.
Dazu will Ashoka pro Jahr bis zu sechs herausragende deutsche
Sozialunternehmer auswählen. Sie werden je nach Bedarf durch
Stipendien, professionelle Hilfe, Rückhalt und Einbindung
in das weltweite Netzwerk von Ashoka unterstützt.
Der erste deutsche Social Entrepreneur ist Andreas Heinecke
aus Hamburg. Seine Ausstellungen unter dem Namen "Dialog
im Dunkeln" sind von Blinden und Behinderten geführte
Museen, in denen Sehende in totale Dunkelheit eintauchen und von
Blinden lernen, neu zu sehen. Mehr als 4 Millionen Besucher in
17 Ländern haben den "Dialog" bisher besucht, 4000
blinde Menschen sind dort beschäftigt gewesen.
Seite
drucken
Hinweis
versenden
|