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Japan: Beheizbare BHs für den Klimaschutz
Mit einem beheizbaren BH können sich Japanerinnen
demnächst gegen den kalten Winter rüsten - ganz im Sinne
einer neuen Klimaschutz-Kampagne des japanischen Umweltministeriums.
(vv) - In diesem Sommer hatte Japan "Schlips
ab!" für den Klimaschutz verordnet, um Strom bei
den Klimaanlagen zu sparen. Büroangestellte
sollten auf Anzug und Krawatte verzichten, um die Klimaanlagen
auf höhere Temperaturen einstellen zu können. Mit der
"Cool Biz" genannten Kampagne hoffte Japan, die Vorgaben
für das Kyoto-Protokoll schneller zu erreichen. Presseberichten
zufolge war "Cool Biz" ein Erfolg
- nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch als Konjunkturspritze
für die Textilindustrie.
Nun schlägt das japanische Umweltministerium vor, im Herbst
und Winter wärmere Kleidung zu tragen, um Heizenergie zu
sparen. Die "Warm Biz" (etwa: warmes Büro) genannte
Initiative soll ermöglichen, die Temperatur am Arbeitsplatz
auf 20 Grad zu senken. Nach Schätzungen soll die Kampagen
wirtschaftliche Auswirkungen von 232,3 Mrd. Yen haben, doppelt
so viel wie "Cool Biz".
Mit wärmerer Kleidung sind aber nicht nur Westen und warme
Unterhemden für Männer gemeint, die Kampagne zielt anders
als im Sommer auch auf die weiblichen Angestellten. Für sie
hat der Wäschehersteller Triumph ein ganz besonderes Angebot:
beheizbare
Büstenhalter. Sie verfügen über gepolsterte
Kissen, die mit einem wiederverwendbaren Gel zu füllen und
in Mikrowelle oder Wasserbad zu erwärmen sind. Der beheizbare
BH wird jedoch nach Agenturberichten nicht sofort auf den Markt
kommen. Zunächst wolle der Hersteller die Technologie nutzen,
um weitere Frostschutzkleidung zu entwickeln.
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