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- 30.09.2005 -

 

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Alternative Nobelpreise vergeben

Die Alternativen Nobelpreise gehen in diesem Jahr an Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten aus Kanada, Malaysia, Botswana und Mexiko.

(vv) - Der "Alternative Nobelpreis" (Right Livelihood Award) geht in diesem Jahr an den mexikanischen Künstler Fransisco Toledo, die kanadischen Globalisierungskritiker Tony Clarke und Maude Barlow, die malaysische Menschenrechtsaktivistin Irene Fernandez und die botswanische Ureinwohnerorganisation "First People of the Kalahari" und ihren Gründer Roy Sesana. Mit dem Preis werden Menschen ausgezeichnet, die sich für Gerechtigkeit, fairen Handel, Umweltschutz und Menschenrechte einsetzen, teilte die Right-Livelihood-Stiftung des Deutschschweden Jakob von Uexküll am Donnerstag in Stockholm mit.

Der mexikanische Künstler Francisco Toledo erhält einen undotierten Ehrenpreis für die Förderung der lokalen Kultur in Oaxaca und den Erhalt des natürlichen und kulturellen Erbes der Region. Die beiden Kanadier Maude Barlow und Tony Clarke haben sich für einen gerechten Welthandel und das Menschenrecht auf Wasser eingesetzt. Die Malaysierin Irene Fernandez wird geehrt für ihren "herausragenden und mutigen Einsatz zum Stopp von Gewalt gegen Frauen und den Mißbrauch von Zuwanderern und armen Arbeitern".

Die "First People of the Kalahari" setzen sich für die Rechte der früher als "Buschmänner" bezeichneten Ureinwohner in Botswana ein. Ihr Führer Roy Sesana macht seit 1992 auf die Vertreibung der "Buschleute" aus dem Kalahari-Wildpark aufmerksam. Der frühere Medizinmann war kurz vor Bekanntgabe der Auszeichnung in seiner Heimat verhaftet worden.

Von Uexküll hatte vor 25 Jahren mit den Einnahmen aus dem Verkauf einer wertvollen Briefmarken-Sammlung die Right-Livelihood-Stiftung gegründet, die jährlich den "alternativen Nobelpreis" vergibt. Der Preis wird von einer internationalen Jury vergeben und am 9. Dezember im schwedischen Parlament überreicht. Das Preisgeld beträgt umgerechnet etwa 213.000 Euro.

Auch kleine Schritte bewirken etwas

Die Lausitzer Rundschau schreibt in einem Kommentar: "In diesem Jahr erhalten Menschenrechts- und Umweltaktivisten den Preis. Die Stiftung machte damit einmal mehr deutlich: Ja, es gibt Alternativen. Alternativen zur Verknappung und Kommerzialisierung des lebensnotwendigen Wassers. Alternativen zur Zerstörung traditioneller Lebensformen und Kulturen. Ja, Widerstand gegen die Misshandlung von Menschen ist möglich. Dafür werden die Preisträger 2005 geehrt. Und vielleicht gelingt ihnen auch irgendwann der Schritt aus der Anonymität, wie es im vergangenen Jahr mit einer Preisträgerin aus dem Jahre 1984 geschah. Wangari Maathai hatte damals den Preis bekommen für ihr Engagement im Umweltschutz in Kenia. Genau 20 Jahre später war ihre Botschaft zum Allgemeingut der Menschheit geworden. Die 'Mutter der Bäume' erhielt den Friedensnobelpreis. Verbunden mit dieser Ehrung war die Anerkennung der Tatsache, dass auch kleine Schritte etwas bewirken und nicht nur oder vor allem große Visionen."

 

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© Right Livelihood Foundation

Roy Sesana

 

 Mehr Informationen:

Right Livelihood Awards

 

 Lesen Sie auch:

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Umweltschützerin Wangari Maathai erhält Friedensnobelpreis

 

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