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Umweltschützer: Bush muss Energiepolitik korrigieren
Angesichts der Naturkatastrophe in den USA durch
den Hurrikan "Katrina" fordern Umweltschützer den
US-Präsidenten auf, seine Energiepolitik zu korrigieren.
(vv) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
und die amerikanische Umweltorganisation Friends of the Earth
haben US-Präsident George W. Bush aufgefordert, seine bisherige
Energiepolitik zu korrigieren und dem Kyoto-Klimaschutzabkommen
beizutreten. Wirbelstürmen wie "Katrina", Überschwemmungen,
Dürren und dem globalen Schmelzen der Eismassen könne
nur mit entschiedenen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase
begegnet werden. Auch die USA sollten sich dem von der EU vorgezeigten
Weg zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Energieeinsparung
anschließen.
Auch für die amerikanische Wirtschaft rechne es sich, mehr
in den Klimaschutz zu investieren. Nach Angaben des BUND schätzen
Experten die kommenden Klimaschäden bis 2050 allein in den
USA auf über 400 Milliarden US-Dollar, zwanzig Mal mehr als
"Katrina" voraussichtlich kosten werde. Die Kosten zur
Vermeidung der Klimaschäden mittels entschlossener Energieeinsparungen
und der Förderung erneuerbarer Energien würden hingegen
nur auf etwa 140 Milliarden Dollar taxiert.
Volkswirt: Klimakatastrophen führen zum
Umdenken
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, ist sich
sicher, dass weitere Klimakatastrophen auch in den USA zu einem
Umdenken in der Energiepolitik führen werden. "Spätestens
wenn ein Hurrikan im Golf von Mexiko eine Bohrinsel trifft, werden
auch die Amerikaner das Thema Erneuerbare Energien in proaktiver
Weise angehen. Europa sollte auf diesen Zeitpunkt vorbereitet
sein und den technologischen Vorsprung nicht aufs Spiel setzen."
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