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BUND startet Städtetour für Klimaschutz
Mit einer "Klima-Tour" durch 27 Städte
will der BUND über die Bedrohungen durch den Klimawandel
informieren und für mehr Entschlossenheit beim globalen Klimaschutz
werben.
(vv) - Mit einer am Dienstag in Berlin gestarteten "Klima-Tour"
will der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
über die Bedrohungen durch den Klimawandel informieren. In
27 Städten will der Umweltverband in den kommenden Wochen
mit einem mobilen Treibhaus für mehr Entschlossenheit beim
globalen Klimaschutz werben. Zu den Stationen der Tour gehören
unter anderem Potsdam, Magdeburg, Rostock, Kiel, Hamburg, Bremen,
Hannover, Dortmund, Düsseldorf, Bonn, Freiburg, Stuttgart
und München.
Unter dem Motto "Wir wollen nicht im Treibhaus leben!"
können die Besucher der Tour eine Fotobotschaft an die im
Dezember im kanadischen Montreal stattfindende Weltklimakonferenz
schicken. Der BUND fordert von den Teilnehmerstaaten der Konferenz,
das Kyoto-Protokoll weiter zu entwickeln und über das Jahr
2012 hinaus zu verlängern. Deutschland habe bisher bei internationalen
Klimaverhandlungen eine positive Rolle gespielt. Davon dürfe
es keine Abstriche geben.
Es drohen 150 Millionen Klima-Flüchtlinge
BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm sagte: "Das
Treibhaus steht für das, was auf uns zukommt, wenn der CO2-Ausstoß
nicht drastisch sinkt. Erwärmt sich die Atmosphäre nur
um wenige Grad, gerät das Klima völlig aus dem Gleichgewicht.
Durch die Klimaerwärmung breiten sich heute schon in Deutschland
durch Zecken übertragene Krankheiten wie die Borreliose aus."
Bis Mitte des Jahrhunderts drohe eine Zunahme der weltweiten Klima-Flüchtlinge
auf 150 Millionen, fügte Timm hinzu.
Der BUND forderte, bei der Erneuerung des deutschen Kraftwerksparks
die Energieträger Kohle und Atom durch regenerative Energien
und dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zu ersetzen.
Außerdem könnten mehrere hunderttausend neue Arbeitsplätze
bei der Wärmedämmung von Gebäuden und der Anwendung
neuer Techniken zur Stromeinsparung geschaffen werden.
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