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Umfrage: Deutsche lehnen Atomkraft ab
Atomkraft ist in Deutschland weiterhin unbeliebt.
Das belegt eine Umfrage der Umweltorganisation Greenpeace.
Hamburg (vv) - Atomkraft ist in Deutschland weiterhin unbeliebt.
Das belegt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage,
die die Umweltschutzorganisation am Montag veröffentlichte.
Dabei sprachen sich 70 Prozent der Befragten für einen Ausstieg
aus der Atomkraft aus. Davon plädierten 34 Prozent dafür,
die deutschen Atomkraftwerke nach dem jetzigen Ausstiegsfahrplan
abzuschalten, 26 Prozent forderten sogar einen schneller Ausstieg.
Lediglich 13 Prozent der Befragten sind für einen unbegrenzten
Weiterbetrieb der Atomkraftwerke, nur 11 Prozent würden darüber
hinaus den Bau neuer Atomkraftwerke akzeptieren. Am größten
ist laut Greenpeace die Ablehnung mit 75 Prozent, wenn es um den
Neubau eines Atomkraftwerkes in der eigenen Nachbarschaft geht.
Den würden nach den Umfragezahlen sogar 67 Prozent der CDU/CSU-Wähler
ablehnen.
"Wenn Angela Merkel denkt, sie hätte für ihren
Atomkurs die Akzeptanz der Wähler, dann liegt sie falsch",
sagte Christian Bussau, Atom-Experte von Greenpeace. Auch ein
Endlager für Atommüll in Gorleben stößt auf
Ablehnung. 58 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus.
Sogar 50 Prozent der CDU/CSU-Wähler sind gegen ein Endlager
Gorleben.
In der Altersgruppe der 14-29-Jährigen ist laut Greenpeace
die Ablehnung der Atomenergie besonders hoch: 76 Prozent fordern
ein Ende der Atomkraft. Während in anderen Altersgruppen
die Ablehnung der Atomkraft im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben
oder leicht gesunken sei, habe sie bei den 14-29-Jährigen
zum Teil stark zugenommen.
Greenpeace forderte von allen Parteien, aus der Atomkraft auszusteigen.
Atomtechnik dürfe nicht exportiert, Gorleben nicht zum Endlager
gemacht werden.
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