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- 08.07.2005 -

 

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G8-Gipfel: Unverbindlicher Aktionsplan gegen Klimawandel

Auf dem G8-Gipfel haben sich die führenden Industrienationen auf einen unverbindlichen Aktionsplan zum Kampf gegen den Klimawandel verständigt. Umweltorganisationen sind enttäuscht.

(vv) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die Ergebnisse des G8-Gipfels im schottischen Gleneagles begrüßt: "Das Bekenntnis der führenden Industrienationen zu ihrer besonderen Verantwortung ist ein wichtiges Signal für Fortschritte in der internationalen Klimaschutzpolitik", sagte Trittin am Donnerstag in Berlin. In den Verhandlungen sei es gelungen, die Bedeutung des Kyoto-Protokolls, das die USA nicht ratifiziert haben, zu unterstreichen. "Mit der Gipfelerklärung erkennt die US-Administration unter Präsident Bush öffentlich an, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird", so Trittin.

Der unter dem Vorsitz von Premierminister Blair verabschiedete Aktionsplan setzt laut Trittin auf eine Steigerung der Energieeffizienz und auf den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien in den G8-Staaten sowie in grossen Schwellen- und Entwicklungsländern. In der Gipfelerklärung würden sich die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G8) zur Klimarahmenkonvention und zur Fortführung der multilateralen Politik bekennen, um das globale Problem des Klimawandels in den Griff zu bekommen. Ausserdem seien verstärkte Massnahmen zum Schutz gegen Klimafolgen, vor allem im stark betroffenen Afrika, vorgesehen, so Trittin weiter.

Umweltorganisationen: verpasste Chance

Umweltschutzorganisationen haben sich hingegen enttäuscht über den Beschluss des G-8-Gipfels in Gleneagles zum Klimaschutz gezeigt. Die von der Bundesregierung vollmundig verkündeten "Fortschritte" seien ein Etikettenschwindel, meinte die Umweltorganisation WWF. Bei der Bush-Administration sei keinerlei Bewegung erkennbar. Im Abschlussdokument werde zwar anerkannt, dass der Klimawandel ein Problem darstelle. Es gebe jedoch keine konkreten Ziele oder Maßnahmen vor.

Auch Greenpeace nannte den Beschluss der G8-Staaten zum Klimaschutz ist eine große verpasste Chance. Die Behauptung, die USA hätten sich in Gleneagles zu einem verstärkten Klimaschutz verpflichtet, sei eine "Verdrehung der Tatsachen". Die USA seien auch nach Gleneagles isoliert in der Klimapolitik, die G8 seien keinen Schritt weitergekommen.

 

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Greenpeace

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