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Trittin begrüßt amerikanische Klimaschutz-Initiativen
Bundesumweltminister Trittin hat die Klimaschutzprogramme
in zahlreichen Bundesstaaten und Städten der USA begrüßt.
(vv) - "In etlichen Bundesstaaten, in vielen Städten
und Gemeinden und auch in zahlreichen weltweit operierenden Grossunternehmen
sind Klimaschutz und Ausbau der erneuerbaren Energien zu Top-Themen
geworden." Dies seien "ermutigende Signale", die
darauf hoffen ließen, dass Klimaschutz in den USA insgesamt
an Bedeutung gewinne, sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin
(Grüne) am Mittwoch nach einem Treffen mit dem Gouverneur
von New Mexico, Bill Richardson, und dem Bürgermeister von
Albuquerque, Martin J. Chavez.
Bei dem Meinungsaustausch ging es um Fragen des Klimaschutzes,
der Energieeffizienz und der Energieeinsparung, insbesondere um
weltweite Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien.
Hintergrund ist die Initiative Bill Richardsons, New Mexico zum
"clean energy state" zu machen. Gemeinsam mit seinem
kalifornischen Kollegen Arnold Schwarzenegger gehört er der
"Western Governors' Association" an, einem Zusammenschluss
von 18 westlichen Bundesstaaten, die sich den Ausbau sauberer
Energien und eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20 Prozent
bis 2020 zum Ziel gesetzt haben. Trittin begrüßte die
Unterstützung New Mexicos für die Globale Marktinitiative
für Solarkraftwerke ("Global Market Initiative Concentration
Solar Power").
Martin Chavez, Bürgermeister von Albuquerque, der größten
Stadt New Mexicos, repräsentiert ein landesweites Klimabündnis,
dem derzeit 166 US-amerikanische Bürgermeistern angehören.
Die Mitglieder des Bündnisses haben sich verpflichtet, die
von der Bush-Regierung abgelehnten Kyoto-Verpflichtungen der USA
selbständig in ihren Städten und Gemeinden umzusetzen.
Ziel der Selbstverpflichtung ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen
bis zum Jahr 2012 um 7 Prozent unter die Werte von 1990 zu senken.
Die besondere Verantwortung der USA beruht laut Trittin auf den
exorbitant hohen Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen,
bedingt durch den weiterhin rasant steigenden Energieverbrauch.
So verursachten die USA mit 5,7 Mrd. Tonnen ca. 22 Prozent der
weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen, die seit 1990 um 17,4
Prozent gestiegen sind. Die Energieproduktivität sei in den
USA nur etwa halb so hoch wie in Deutschland. Demgegenüber
sei der Primärenergieverbrauch pro Kopf doppelt so hoch -
bei einem vergleichbaren Konsumniveau. Zudem komme den USA weltweit
traditionell eine Führungsrolle bei der Entwicklung neuer
Techniken sowie neuer Konsum- und Lebensstile zu. Beides sei für
die zukünftige Entwicklung des Klimaschutzes und der Energiewende
von herausragender Bedeutung.
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