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- 24.05.2005 -

 

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"Ökologisches Rollback" bei schwarz-gelbem Wahlsieg?

Umweltverbände warnen vor Rückschritten in der Umweltpolitik, wenn CDU, CSU und FDP im Falle eines Wahlsiegs ihre bisherigen Vorstellungen in diesem Bereich umsetzen würden.

(vv) - Eine Reihe von positiven Entwicklungen im Umwelt- und Naturschutz sowie in der Energie- und Agrarpolitik drohten entsprechend den Äußerungen von Spitzenpolitikern von CDU, CSU und FDP im Falle eines Wahlsiegs zurückgenommen zu werden, sagte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und warnte vor einem "ökologischen Rollback". Beispielsweise hätten Angela Merkel und Edmund Stoiber eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke und Guido Westerwelle Einschränkungen bei der Förderung erneuerbarer Energien angekündigt. Außerdem drohe die Forcierung des Einsatzes der Gentechnik in der Landwirtschaft und ein Zurückstellen von Naturschutzbelangen gegenüber Bauprojekten.

"Angela Merkel hat bereits eine Kostprobe ihrer Technikgläubigkeit zum Besten gegeben und den Wiedereinstieg in die Atompolitik angekündigt. Gleichzeitig will sie den Durchbruch der erneuerbaren Energien stoppen. Nach dem Motto 'Wehret den Anfängen' ist die Anti-Atom-Bewegung damit wachgerüttelt - es wird einen spannenden Wahlkampf geben." Das kündigte Hubert Weinzierl, der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, am Dienstag in Berlin an.

500.000 neue Jobs im Umweltschutz möglich

Der BUND forderte, in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung der nächsten Monate den Zusammenhang von Arbeit und Umwelt zu stellen. Das eine dürfe nicht gegen das andere ausgespielt werden. In wenigen Jahren könnten in Deutschland über zwei Millionen Menschen in Umwelt- und Naturschutzbranchen arbeiten. Möglich seien dreistellige Zuwachsraten in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Bio-Landwirtschaft. Zweistellige prozentuale Zuwächse seien im Öko-Tourismus und im Naturschutz erreichbar.

Die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt sagte: "Schon heute gibt Umwelt- und Naturschutz eineinhalb Millionen Menschen Arbeit. Über eine halbe Million könnten hinzu kommen, wenn die Bundesregierung - in welcher politischen Konstellation auch immer - sich dazu durchringt, die Themen Arbeit und Umwelt stärker zu verknüpfen." Die politischen Parteien, vor allem aber die CDU/CSU und die FDP, hätten hier längst nicht alle Möglichkeiten erkannt.

 

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© PhotoCase

Umweltverbände befürchten bei einem schwarz-gelben Wahlsieg Rückschritte in der Umweltpolitik.

 

 Mehr Informationen:

BUND-Broschüre "Umwelt und Beschäftigung" (pdf)

Umwelt- und Energiepolitik der Union

 

 Lesen Sie auch:

BUND: 500.000 neue Jobs im Umweltschutz möglich

CDU/CSU-Wähler mehrheitlich gegen Atomkraft

 

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