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- 27.04.2005 -

 

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Klimawandel und Umweltzerstörung bedrohen weltweite Sicherheit

Der diesjährige Bericht "Zur Lage der Welt" fordert eine erweiterte Sicherheitspolitik: Armutsbekämpfung, Umweltschutz und Demokratie sollten in den Mittelpunkt rücken.

(vv) - Am Mittwoch stellten die Heinrich-Böll-Stiftung und die Nord-Süd-Initiative Germanwatch in Berlin die deutschsprachige Ausgabe des "Berichts zur Lage der Welt 2005" des Washingtoner "Worldwatch-Institute" vor. Der Bericht kritisiert den vorherrschenden militärischen Sicherheitsbegriff vor dem Hintergrund der Anschläge vom 11. September 2001. Die Bedrohung durch terroristische Anschläge müsse im Kontext anderer Bedrohungen globaler Sicherheit - Klimawandel, Bevölkerungsexplosion, Waffenhandel und Umweltzerstörung - gesehen werden.

Armutsbekämpfung, Umweltschutz, Demokratie

Eine vorausschauende Sicherheitspolitik müsse sich um Bildung und Arbeit für Milliarden junge Menschen in der "Dritten Welt" kümmern, den Kampf gegen Hunger und Epidemien aufnehmen und alles daran setzen, den Klimawandel zu begrenzen. Dies betonte Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, bei der Vorstellung des Reports. "Armutsbekämpfung, Umweltschutz, Demokratie - das sind die großen Drei einer vorausschauenden Sicherheitspolitik", sagte Fücks.

Klimawandel ist Gefahr für Sicherheit

Auch die internationale Debatte um den Klimawandel müsse sich zukünftig stärker mit den Sicherheitsrisiken befassen. Dies forderte Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes. "Kaum jemand hat bisher eine Vorstellung davon, wie sich knapper werdende Ackerbauflächen, steigender Meeresspiegel oder häufigere und verheerendere Unwetterkatastrophen auf Frieden und Sicherheit auswirken", sagte Wolf.

Mehr Umwelt- als Kriegsflüchtlinge

Im Jahr 1999 habe es erstmals mehr Umweltflüchtlinge als Kriegsflüchtlinge gegeben. Ihre Zahl dürfte sich laut Wolf in den nächsten 20 Jahren auf 100 Millionen Menschen vervierfachen. "Dies ist ein Horrorszenario für alle, die wissen, welche Konflikte Wanderungsbewegungen von Millionen Menschen mit sich bringen", betonte Wolf. Deshalb müsse die internationale Klimaschutz-Debatte die sicherheitspolitische Dimension viel stärker in den Blick nehmen.

 

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© ArtToday

Auch den Waffenhandel sieht der Bericht als Bedrohung für die globale Sicherheit.

 

 Mehr Informationen:

Bericht "Zur Lage der Welt"

 

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