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- 23.02.2005 -

 

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Bush und Schröder vereinbaren Aktionsprogramm zum Klimaschutz

US-Präsident George W. Bush und Bundeskanzler Gerhard Schröder haben ein Aktionsprogramm für umweltfreundliche Energienutzung und Klimaschutz vereinbart.

(vv) - Unabhängig von den unterschiedlichen Einschätzungen über die Wirkungen des kürzlich ohne die USA in Kraft getretenen Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz wollen Deutschland und Amerika bei den praktischen Anstrengungen zur Verminderung der klimaschädlichen Treibhausgase enger zusammenarbeiten: "Ein Fortschritt, den man nicht unterschätzen sollte", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder nach einem Gespräch mit George W. Bush am Mittwoch in Mainz.

Das vereinbarte Aktionsprogramm sieht vor, dass die Energiewirtschaft beider Länder modernisiert und umweltfreundliche Technologien international gefördert werden. Deutschland und die Vereinigten Staaten wollen den weltweiten Klimaschutz auch international und innerhalb der G8-Staaten voranbringen.

Insbesondere den Entwicklungsländern soll zu einem "verbesserten Zugang zu allen Formen umweltfreundlicher, ausreichend verfügbarer und preisgünstiger moderner Energiequellen einschließlich Erneuerbarer Energiequellen" verholfen werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Ihren eigenen Energieverbrauch wollen die USA und Deutschland effizienter machen und die Wärme- und Stromgewinnung so weit wie möglich modernisieren.

Dem kürzlich in Kraft getretenen internationalen Klimaschutzabkommen von Kyoto stehen die USA nach wie vor ablehnend gegenüber. Für die Bundesregierung bleibe das Kyoto-Protokoll hingegen "zentraler Handlungsrahmen für den internationalen Klimaschutz", hieß es.

Die Umweltorganisation WWF lobte das Aktionsprogramm als "ein positives Zeichen". Sie warnte zugleich davor, das Programm überzubewerten. "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Bush noch keinen Wald. Die Initiative ersetzt die notwendige Diskussion über zukünftige anspruchsvolle Treibhausgasreduktionen nicht", sagte eine WWF-Sprecherin. Wichtig sei, dass die USA ehrgeizige Klimaschutzziele verabschiedeten und den Ausstoß ihrer Treibhausgase endlich absolut reduzierten. Der Klimawandel stelle eine weltweite Herausforderung dar, die auch international gelöst werden müsse.

 

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© PhotoCase.de

USA: Kyoto: nein, Klimaschutz: ja.

 

 Mehr Informationen:

Bundesregierung: Deutsch-amerikanisches Aktionsprogramm

BMU: Kyoto-Protokoll

 

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