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Ökoverbände nennen Trittins Umweltpolitik "substanzlos"
So scharf wie nie zuvor haben führende
Umweltverbände die Klimapolitik der Bundesregierung kritisiert.
Hamburg (vv) - In einem Brief an Umweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) bezeichnen die Chefs des WWF, des BUND sowie
fünf weiterer Organisationen dessen Entwurf eines neuen Klimaschutzprogramms
als "weitgehend substanzlos", berichtet die Wochenzeitschrift
"Die Zeit". Der klimapolitische Stillstand in Deutschland
sei "alarmierend", heißt es in dem Schreiben.
Die Verbände kritisieren laut "Zeit", dass Trittin
das einst von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) gemachte Versprechen
aufgegeben habe, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid
bis 2005 gegenüber 1990 um ein Viertel zu vermindern. Selbst
das schwächere Ziel des Kyoto-Protokolls (minus 21 Prozent
bis 2010) drohe Deutschland zu verfehlen, monierten die Umweltverbände.
Offenbar wolle Trittin "keine Konflikte mehr eingehen",
zitiert die "Zeit" einen der Ökofunktionäre.
Trittin weist Kritik zurück
Bundesumweltminister Trittin hat die Kritik der Umweltverbänden
zurückgewiesen. "Deutschland ist weltweit Vorreiter
im Klimaschutz. Wir haben im Hinblick auf Klimagase das höchste
Reduktionsziel aller Industriestaaten und sind auf dem besten
Wege, dies auch zu erreichen", sagte Trittin am Mittwoch
in Berlin. Es gebe für die Kritik der Umweltverbände
in Europa und im Rest der Welt "wesentlich passendere Adressaten
als ausgerechnet die deutsche Regierung".
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