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- 20.12.2004 -

 

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EU beschließt ehrgeiziges Klimaziel

Nachdem der Klimagipfel in Buenos Aires mit einem Minimalkompromiss zu Ende gegangen ist, machen sich die EU-Umweltminister nun für eine deutliche Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen stark.

(vv) - Der Umweltministerrat der Europäischen Union will sicherstellen, dass die globale Erwärmung 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten nicht übersteigt. Die globalen Treibhausgasemissionen sollen deshalb bis 2050 um bis zu 50 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Darauf haben sich die Umweltminister am Montag in Brüssel verständigt, um die Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels für Mensch und Natur in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sagte: "Deutschland wird zusammen mit den Partnern in der EU seine Führungsrolle in der Klimapolitik weiterhin wahrnehmen und sich - wie in der letzten Woche bei der Klimakonferenz in Bünos Aires - für anspruchsvolle Strategien und Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels einsetzen." Auf dem Klimagipfel konnten sich die Teilnehmerstaaten nur auf einen Minimalkompromiss einigen, wie es nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls mit dem Klimaschutz weitergehen soll.

Zu den Ergebnissen der UN-Klimaschutzkonferenz in Buenos Aires erklärte Trittin: "Das Ergebnis der Beratungen ist ein Kompromiss, der im Bereich Anpassung konkrete Fortschritte zeigt. So werden gerade für wenig entwickelte Länder allein von der EU Gelder in Höhe von jährlich 400 Mio. zur Verfügung gestellt, um sie besser vor Überschwemmungen, Unwettern und anderen Klimaschäden zu schützen. Auch für weitere Minderungen der Treibhausgase nach 2012 wurde mit der Vereinbarung für das Treffen im Mai 2005 in Bonn ein aller erster Schritt in die richtige Richtung gemacht." Der fortschreitende Klimawandel mache es dringend erforderlich, sich auf weitere Minderungen zu verständigen.

Umweltverbände hatten das Ergebnis des Klimagipfels als "sehr bescheidenen" bezeichnet. Das ernüchternde Resultat geht nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF vor allem auf das Konto der USA. Deren "rücksichtsloses Vorgehen" treffe besonders die armen Länder, die von den Auswirkungen des Klimawandels am empfindlichsten getroffen würden. Der WWF lobte das Engagement Tritins, angesichts einer bewegungsunwilligen USA habe in Buenos Aires jedoch nicht mehr als "Schadensbegrenzung" erreicht werden können.

 

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 Mehr Informationen:

BMU: Kyoto-Protokoll

WWF

 

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