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EU beschließt ehrgeiziges Klimaziel
Nachdem der Klimagipfel in Buenos Aires mit
einem Minimalkompromiss zu Ende gegangen ist, machen sich die
EU-Umweltminister nun für eine deutliche Reduzierung der
globalen Treibhausgasemissionen stark.
(vv) - Der Umweltministerrat der Europäischen Union will
sicherstellen, dass die globale Erwärmung 2 Grad Celsius
gegenüber vorindustriellen Werten nicht übersteigt.
Die globalen Treibhausgasemissionen sollen deshalb bis 2050 um
bis zu 50 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Darauf
haben sich die Umweltminister am Montag in Brüssel verständigt,
um die Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels für
Mensch und Natur in einem vertretbaren Rahmen zu halten.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sagte:
"Deutschland wird zusammen mit den Partnern in der EU seine
Führungsrolle in der Klimapolitik weiterhin wahrnehmen und
sich - wie in der letzten Woche bei der Klimakonferenz in Bünos
Aires - für anspruchsvolle Strategien und Ziele zur Bekämpfung
des Klimawandels einsetzen." Auf dem Klimagipfel konnten
sich die Teilnehmerstaaten nur auf einen Minimalkompromiss einigen,
wie es nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls mit dem Klimaschutz
weitergehen soll.
Zu den Ergebnissen der UN-Klimaschutzkonferenz in Buenos Aires
erklärte Trittin: "Das Ergebnis der Beratungen ist ein
Kompromiss, der im Bereich Anpassung konkrete Fortschritte zeigt.
So werden gerade für wenig entwickelte Länder allein
von der EU Gelder in Höhe von jährlich 400 Mio. zur
Verfügung gestellt, um sie besser vor Überschwemmungen,
Unwettern und anderen Klimaschäden zu schützen. Auch
für weitere Minderungen der Treibhausgase nach 2012 wurde
mit der Vereinbarung für das Treffen im Mai 2005 in Bonn
ein aller erster Schritt in die richtige Richtung gemacht."
Der fortschreitende Klimawandel mache es dringend erforderlich,
sich auf weitere Minderungen zu verständigen.
Umweltverbände hatten das Ergebnis des Klimagipfels als
"sehr bescheidenen" bezeichnet. Das ernüchternde
Resultat geht nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF vor
allem auf das Konto der USA. Deren "rücksichtsloses
Vorgehen" treffe besonders die armen Länder, die von
den Auswirkungen des Klimawandels am empfindlichsten getroffen
würden. Der WWF lobte das Engagement Tritins, angesichts
einer bewegungsunwilligen USA habe in Buenos Aires jedoch nicht
mehr als "Schadensbegrenzung" erreicht werden können.
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