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- 16.12.2004 -

 

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BUND fordert mehr Engagement beim Klimaschutz

Deutschland und die EU müssten Vorreiter beim Klimaschutz sein und sich nicht hinter "Bremsern" verstecken, fordert der BUND.

(vv) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung kurz vor dem Abschluss des Weltklimagipfels in Buenos Aires zu höheren Anstrengungen beim Klimaschutz aufgefordert. Deutschland dürfe sich nicht damit abfinden, dass derzeit keine andere Regierung bereit sei, den Klimaschutz entscheidend voranzubringen. In die internationalen Verhandlungen sei Resignation eingezogen. Fast jede Regierung verstecke sich inzwischen hinter den Allianzen der verschiedenen Bremserstaaten. Damit werde dem globalen Klimaschutz schwer geschadet.

"Es ist erschreckend, wie wenig Engagement die Regierungen hier zeigen", sagte Markus Steigenberger, Teilnehmer der Klimakonferenz für den BUND am Donnerstag. Kein Land wolle mehr die Vorreiterrolle übernehmen. Auch Deutschland und die EU versteckten sich hinter Blockierern wie den USA oder den OPEC-Staaten.

Trittin: US-Bundesstaaten zeigen Interesse

Bundesumweltminister Jürgen Trittin erklärte in Buenos Aires, er rechne zwar nicht mehr mit einem Beitritt der USA zum Kyoto-Klimaprotokoll, sehe aber "Bewegung" in dieser Frage. So hätten acht US-Bundesstaaten Interesse an einer Beteiligung an dem Handel mit Treibhausgas-Zertifikaten gezeigt, der in der Europäischen Union im Januar beginnt.

BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm sagte: "Wenn der internationale Klimaschutz stockt, ist es umso wichtiger, dass einzelne Industrienationen mit gutem Beispiel vorangehen. Deutschland muss alles dafür tun, so schnell wie möglich zunächst das Ziel von minus 25 Prozent CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 zu erreichen. Bis 2020 müssen wir mit den Klimagasen sogar mindestens 40 Prozent runter. Ökologische Finanzreformen, ein Umsteuern in der Verkehrspolitik und ehrgeizige Energiesparprogramme sind dafür die geeigneten Mittel."

Die Konferenz in Buenos Aires ist die letzte vor Inkrafttreten des Kyoto-Klimaprotokolls am 16. Februar 2005. Es umfasst bisher 128 Mitgliedsstaaten. Darin haben sich 30 Industrieländer rechtlich verbindlich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2012 um insgesamt fünf Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Nicht ratifiziert haben u.a. die USA, die allein für etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

 

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 Mehr Informationen:

BUND

BMU: Kyoto-Protokoll

 

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