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Trittin für Klimaschutz beim Flugverkehr
Umweltminister Trittin hat eine Ausweitung des
Emissionshandels auf den Flugverkehr ins Gespräch gebracht.
Er wirbt auf der Klimakonferenz in Buenos Aires auch für
eine Verschärfung des Kyoto-Protokolls.
Hamburg (vv) - Auf Flugpassagiere kommen nach neuen Überlegungen
von Bundesumweltminister Jürgen Trittin womöglich weitere
Belastungen zu. Beim Klimaschutz sei der Flugverkehr "bisher
ganz außen vor geblieben", erklärte Trittin (Grüne)
in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit". Er
denke deshalb darüber nach, den Flugverkehr in den Emissionshandel
einzubeziehen.
Medienberichten zufolge plant EU-Umweltkommissar Stavros Dimas
für 2005 eine gesetzliche Initiative, um Fluggesellschaften
in den europaweiten Handel mit Verschmutzungsrechten einzubeziehen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte
kürzlich die Einführung einer Kerosinsteuer im inländischen
Flugverkehr gefordert.
Trittin sprach sich in der "Zeit" gegen eine weitere
Erhöhung der Ökosteuer aus. Er erwarte davon keinen
zusätzlichen ökologischen Effekt, "weitere Ökosteuerschritte
würden vollkommen von der Rohölpreisentwicklung überlagert".
Öl werde tendenziell teurer, dieses Signal komme bei den
Autofahrern an. In diesem Jahr würden wahrscheinlich erstmals
mehr sparsame Diesel- als Benzinfahrzeuge neu zugelassen. "Worüber
ich nicht unfroh bin", sagt Trittin.
Das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz müsse "dringend
verschärft werden", erklärt der Minister, der zur
Zeit an der Klimakonferenz in Buenos Aires teilnimmt, weiter.
"Auch die Emissionen von Schwellenländern dürfen
nicht unbegrenzt wachsen. Ich setze da auf Kooperation und ökonomische
Vernunft."
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