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Fluglärm: EU-Kommission verklagt Deutschland
Die EU-Kommission will Deutschland vor dem Europäischen
Gerichtshof verklagen, weil die Fluglärm-Richtlinie bisher
nicht umgesetzt wurde.
(vv) - Die Europäische Kommission will Deutschland vor dem
Europäischen Gerichtshof verklagen. Wie vier weitere Mitgliedsstaaten
habe auch die Bundesrepublik bisher keine Maßnahmen zur
Umsetzung der Fluglärm-Richtlinie eingeleitet. Dadurch werde
die Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Luftverkehrs
in der EU erheblich beschränkt.
Die Richtlinie aus dem Jahre 2002 erfordert die Anwendung bestimmter
Verfahren zum Lärmschutz auf besonders betroffenen EU-Flughäfen.
Ohne einen harmonisierten Ansatz zur Bekämpfung des Fluglärms
ergäbe sich ein Flickenteppich unterschiedlicher Lösungen,
der zu Verzerrungen zwischen Flughäfen mit ähnlichen
Lärmproblemen führen würde, so die Kommission.
Durch die Richtlinie soll ein Anstieg der von Fluglärm Betroffenen
vermieden werden.
Über dreißig Prozent der deutschen Bevölkerung
fühlen sich durch Fluglärm belästigt. Zur Lärmbelästigungen
tragen auch Kommunikationsprobleme, Beeinträchtigungen bei
der Arbeit, Störungen des Schlafes sowie der Erholung bei.
Das geht aus dem Gutachten Fluglärm 2004 hervor,
welches das Umweltbundesamt kürzlich veröffentlicht
hat.
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