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- 09.12.2004 -

 

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Trittin: Deutsche Vorreiter im Klimaschutz

Umweltminister Trittin startet eine Klimaschutzkampagne, die besonders Haushalte, Verbraucher und Hausbesitzer ansprechen soll.

(vv) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die Vorreiterrolle Deutschlands in der internationalen Klimaschutzpolitik bekräftigt. "Wir wollen auf der internationalen Klimakonferenz in Buenos Aires die Weichen stellen, um die internationale Klimaschutzpolitik in den kommenden Jahren fortzuentwickeln. Deutschland wird zusammen mit den Partnern in der EU seine Führungsrolle weiterhin wahrnehmen", sagte Trittin.

"Es muss sichergestellt werden, dass die globale Erwärmung 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten nicht übersteigt. Nur dann werden die Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels für Mensch und Natur in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Deshalb darf Klimaschutz darf nicht im Jahr 2012 Halt machen", mahnte Trittin. Um die Vorreiterrolle weiterhin glaubhaft wahrzunehmen, müsse Deutschland auch weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen.

 


© Aktion "Klima sucht Schutz"

Plakat der Klimaschutzkampagne

 

Klimaschutzkampagne für Haushalte und Verbraucher

Vor seiner Abreise in die argentinische Hauptstadt gab Trittin den Startschuss für eine bundesweite Klimaschutzkampagne, die besonders Haushalte, Verbraucher und Hausbesitzer ansprechen soll. "Wir wollen dazu beitragen, dass die enormen Potenziale zur Einsparung von CO2 im Gebäudebereich, in den privaten Haushalten und im Verkehr ausgeschöpft werden. Wir brauchen einen echten Sanierungsschub im Wohnungsbestand!"

Das Potenzial für energetische Gebäudesanierungen ist laut Trittin riesig. Rund drei Viertel der vorhandenen Wohnfläche, das sind rund 27 Millionen Wohnungen, sind vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 errichtet worden. "Mit einem Sanierungsschub im Gebäudebestand lösen wir zugleich eine deutliche Belebung auf dem Arbeitsmarkt aus, gerade bei der notleidenden Bauwirtschaft sowie dem Sanitär- und Heizungsgewerbe", sagte der Umweltminister.

Voraussetzung hierfür seien mehr Information und Motivation in allen investitions- und verbrauchsrelevanten Kreisen. Das Umweltministerium fördere deshalb die Kampagne "Klima sucht Schutz", die von der gemeinnützigen Gesellschaft "CO2Online" organisiert wird. Themen der Kampagne sind die Energieeffizienz von Gebäuden, die effiziente Nutzung von Strom und der Klimaschutz im Bereich Verkehr.

 

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 Mehr Informationen:

Aktion "Klima sucht Schutz"

BMU: Kyoto-Protokoll

 

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