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Klimakonferenz in Buenos Aires: Letzter Halt vor Kyoto
In Buenos Aires startet die zehnte weltweite
UN-Klimakonferenz. Umweltorganisation erwarten von den Verhandlungen
Aufbruchssignale für verstärkten Klimaschutz.
(vv) - Am Montag startet im argentinischen Buenos Aires die zehnte
weltweite UN Klimakonferenz. Es ist die letzte Verhandlungsrunde,
bevor das Kyoto-Protokoll im Februar 2005 in Kraft tritt. Zwar
soll nach der offiziellen Tagesordnung vor allem geklärt
werden, mit welchen finanziellen Mitteln den betroffenen Ländern
bei der Anpassung an den Klimawandel geholfen werden muss. Aber
nachdem Russland das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hat und das
Klimaschutzabkommen damit am 16. Februar 2005 in Kraft treten
kann, sind die Erwartungen gestiegen.
So erhofft sich die Umweltorganisation WWF von der Konferenz
deutliche Signale, um die Klimaschutzanstrengungen erheblich auszuweiten.
Ziel müsse es sein, die durchschnittliche globale Erwärmung
bis zum Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad Celsius im Vergleich
zum vorindustriellen Niveau zu halten.
Der Gipfel in Buenos Aires biete nach Einschätzung des WWF
große Chancen, die Umsetzung des Klimaschutzes weltweit
zu beschleunigen. "Es muss jetzt ein Weg aufgezeigt werden,
wie die internationale Staatengemeinschaft nach dem Jahr 2012
die klimaschädlichen Treibhausgase drastisch reduziert",
fordert Regine Günther, Leiterin des Referats Klimaschutz
beim WWF Deutschland. Es sei ein wichtiges Signal, dass das Kyoto-Protokoll
im nächsten Jahr in Kraft trete, damit werden die Vereinbarungen
verbindlich.
Gleichzeitig müsse in Argentinien sichergestellt werden,
dass Staaten wie die USA und Australien, die das Protokoll nicht
unterzeichnet haben, die weiteren Verhandlungen nicht länger
blockieren. "Natürlich muss die Tür auch für
weitere Länder offen bleiben, aber mehr als einen Beobachterstatus
dürfen sie bis zur eigenen Ratifizierung nicht erhalten.
Den Bremsern darf nicht länger erlaubt werden, den gesamten
Prozess aufzuhalten", betont Regine Günther.
Um das globale Klima stabil zu halten, will sich die Umweltorganisation
Greenpeace auf der Klimakonferenz dafür einsetzen, eine Halbierung
der Treibhausgase bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zu erreichen.
Dazu müssten auch die Entwicklungsländer in den Klimaschutz
eingebunden werden. Die auszuhandelnden Obergrenzen für den
Treibhausgasausstoß dürften aber ihre wirtschaftliche
Entwicklung nicht gefährden.
Nach Meinung von Greenpeace ist wirksamer Klimaschutz ohne die
USA nicht möglich. Alle Teilnehmer müssten deshalb Druck
auf das Land ausüben, damit es sich seiner Verantwortung
bei der Abwendung der Klimakatastrophe stelle.
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