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- 18.10.2004 -

 

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Welthungerhilfe: Risiken der Gentechnik erforschen

Die Deutsche Welthungerhilfe fordert, die Risiken und Chancen der "grünen Gentechnik" als Waffe gegen den Hunger besser zu erforschen.

(vv) - Anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober hat die Deutsche Welthungerhilfe darauf hingewiesen, dass keine Trendwende in Sicht ist, die Zahl der Hungernden vor allem in Afrika und Südasien zu verringern. Insgesamt sind nach den letzten Zahlen der Welternährungsorganisation FAO 798 Millionen Menschen in Entwicklungsländern unterernährt.

Der Verlust der biologische Vielfalt bedroht die Ernährungssicherung in den Entwicklungsländern, so die Welthungerhilfe. Im vergangenen Jahrhundert seien drei Viertel der genetischen Vielfalt verloren gegangen. Hoch gezüchtete Pflanzenarten hätten zahlreiche einheimische Sorten verdrängt. Die neuen Sorten seien zwar ertragreicher, aber anfälliger für Krankheiten und klimatische Schwankungen, außerdem könnten die Bauern kein Saatgut für sich ziehen.

Die Hoffnungen, die mit der "grünen" Gentechnik verbunden sind, erscheinen der Welthungerhilfe verfrüht. Die Auswirkung auf die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern sei nicht ausreichend erforscht. "Die Risiken und Potenziale der Gentechnik im Hinblick auf biologische Vielfalt, Armuts- und Hungerbekämpfung sind noch nicht hinreichend geklärt", sagte der Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe, Hans-Joachim Preuß. Forschung und Entwicklung ziele vor allem auf den Bedarf der kommerziellen Landwirte, die großflächig anbauen. Für Kleinbauern hingegen sei die Vielfalt der traditionellen Sorten lebensnotwendig.

Die Deutsche Welthungerhilfe fordert, dass öffentliche Forschungseinrichtungen Mittel erhalten, um Langzeitstudien zu Risiken und Chancen der "grünen Gentechnik" für die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern durchzuführen. "Statt eines permanenten Schlagabtauschs von Befürwortern und Gegnern der 'grünen' Gentechnik plädieren wir für einen öffentlichen und transparenten, vernunftgeleiteten gesellschaftlichen Diskurs, in dem Chancen und Risiken erörtert und politische Entscheidungen vorbereitet werden", so Preuß.

 

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 Mehr Informationen:

Deutsche Welthungerhilfe: Studie zum derzeitigen Stand der Forschung zu gentechnisch veränderten Pflanzen (pdf)

 

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