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- 09.10.2004 -

 

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Umweltschützerin Wangari Maathai erhält Friedensnobelpreis

Die bekannteste Umweltschützerin Afrikas, die kenianische Biologin und Frauenrechtlerin Wangari Maathai, erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.

(vv) - Der Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr an die kenianische Biologin und Frauenrechtlerin Wangari Maathai verliehen. Das gab das Nobelpreiskomitee am Freitag in der norwegischen Hauptstadt Oslo bekannt. Die 64-Jährige wird für ihren Einsatz zur Erhaltung der Umwelt und zur Durchsetzung der Menschenrechte ausgezeichnet. Der Vorsitzende des Nobel-Komitees Mjös begründetet die Entscheidung: "Wir haben mit dem Preis für Wangari Maathai den Friedensbegriff bewusst erweitert. Ohne eine gut funktionierende Umwelt gibt es keinen Frieden."

Erstmals geht der mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotierte Friedensnobelpreis an eine Afrikanerin. Die Verleihung findet Anfang Dezember in Oslo statt. "Ich bin absolut überwältigt", sagte Maathai im norwegischen Fernsehen, "ich hatte das nicht erwartet".

Wangari Muta Maathai, promovierte Biologin und Professorin für Veterinär-Anatomie, sei eine herausragende Repräsentantin der grünen Bewegung Afrikas, schreibt die Heinrich-Böll-Stiftung über die Kenianerin. 1984 wurde Maathai bereits mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Im April dieses Jahres erhielt sie den Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung.

Wangari Maathai ist die erste grüne Politikerin Afrikas, die den Sprung in eine Regierung geschafft hat. Derzeit ist sie stellvertretende Ministerin für Umweltschutz in ihrem Heimatland Kenia. In den frühen 70er Jahren gründete sie die Organisation Green Belt Movement und kämpfte damit für die Erhaltung des Waldes in Kenia und Ostafrika.

Das Beispiel des Green Belt Movement, das seinen Ausgang von einfachen Baum-Pflanzungs-Projekten nahm und langfristig auf das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung zielt, hat seither in zahlreichen afrikanischen Ländern Schule gemacht.

"Mama Mici", die "Mutter der Bäume", wie sie genannt wird, tritt nicht nur für die Umwelt ein, sie streitet auch für die demokratischen und sozialen Rechte der Bevölkerung. Zugleich ist sie eine der bekanntesten internationalen Botschafterinnen der afrikanischen Frauen. Für ihr Engagement hat sie in der Vergangenheit Haft und Repressalien bis hin zu Misshandlungen ertragen müssen.

 

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© Martin Rowe

Wangari Maathai


 Mehr Informationen:

Nobel Peace Prize 2004

Green Belt Movement

Heinrich-Böll-Stiftung

Interview in der Zeitschrift Zenith

Interview mit Wangari Maathai im Greenpeace Magazin

 

 Lesen Sie auch:

Petra-Kelly-Preis für afrikanische Umweltschützerin

 

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