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Umweltschützerin Wangari Maathai erhält Friedensnobelpreis
Die bekannteste Umweltschützerin Afrikas,
die kenianische Biologin und Frauenrechtlerin Wangari Maathai,
erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.
(vv) - Der Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr an die kenianische
Biologin und Frauenrechtlerin Wangari Maathai verliehen. Das gab
das Nobelpreiskomitee am Freitag in der norwegischen Hauptstadt
Oslo bekannt. Die 64-Jährige wird für ihren Einsatz
zur Erhaltung der Umwelt und zur Durchsetzung der Menschenrechte
ausgezeichnet. Der Vorsitzende des Nobel-Komitees Mjös begründetet
die Entscheidung: "Wir haben mit dem Preis für Wangari
Maathai den Friedensbegriff bewusst erweitert. Ohne eine gut funktionierende
Umwelt gibt es keinen Frieden."
Erstmals geht der mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotierte
Friedensnobelpreis an eine Afrikanerin. Die Verleihung findet
Anfang Dezember in Oslo statt. "Ich bin absolut überwältigt",
sagte Maathai im norwegischen Fernsehen, "ich hatte das nicht
erwartet".
Wangari Muta Maathai, promovierte Biologin und Professorin für
Veterinär-Anatomie, sei eine herausragende Repräsentantin
der grünen Bewegung Afrikas, schreibt die Heinrich-Böll-Stiftung
über die Kenianerin. 1984 wurde Maathai bereits mit dem Alternativen
Nobelpreis ausgezeichnet. Im April dieses Jahres erhielt sie den
Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung.
Wangari Maathai ist die erste grüne Politikerin Afrikas,
die den Sprung in eine Regierung geschafft hat. Derzeit ist sie
stellvertretende Ministerin für Umweltschutz in ihrem Heimatland
Kenia. In den frühen 70er Jahren gründete sie die Organisation
Green Belt Movement und kämpfte damit für die Erhaltung
des Waldes in Kenia und Ostafrika.
Das Beispiel des Green Belt Movement, das seinen Ausgang von
einfachen Baum-Pflanzungs-Projekten nahm und langfristig auf das
ökologische Bewusstsein der Bevölkerung zielt, hat seither
in zahlreichen afrikanischen Ländern Schule gemacht.
"Mama Mici", die "Mutter der Bäume",
wie sie genannt wird, tritt nicht nur für die Umwelt ein,
sie streitet auch für die demokratischen und sozialen Rechte
der Bevölkerung. Zugleich ist sie eine der bekanntesten internationalen
Botschafterinnen der afrikanischen Frauen. Für ihr Engagement
hat sie in der Vergangenheit Haft und Repressalien bis hin zu
Misshandlungen ertragen müssen.
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