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- 27.09.2004 -

 

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FAO beschließt Recht auf Nahrung

Die UN-Welternährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO hat erstmals international das Recht auf Nahrung festgeschrieben. Alle Staaten müssen künftig dafür sorgen, dass ihre Bevölkerung keinen Hunger leidet.

(vv) - Die Deutsche Welthungerhilfe begrüßte den Durchbruch bei den Verhandlungen der FAO, die zum ersten Mal international das Recht auf Nahrung festschreibt. Das FAO-Komitee zur Sicherheit der Welternährung hatte in der vergangenen Woche nach zweijährigen Verhandlungen freiwillige Richtlinien verabschiedet, nach der alle Staaten dafür sorgen müssen, dass ihre Bevölkerung keinen Hunger leidet.

"Das ist ein wichtiger normativer Schritt der Staatengemeinschaft auf dem Weg zu einer Welt ohne Hunger", sagte Jochen Donner von der Deutschen Welthungerhilfe, der Mitglied der deutschen Delegation in Rom war.

Zu den 19 Leitlinien gehört unter anderem, dass die Bevölkerung an Armutsbekämpfungsprogrammen beteiligt werden muss, dass der Staat eingreifen muss, wenn die Marktwirtschaft versagt, außerdem der Zugang zu Ressourcen, die Aufforderung zu Landreformen und Regelungen zur Nahrungsmittelhilfe. Auch Besatzungsmächte werden verpflichtet, für die Ernährung des besetzten Landes zu sorgen.

Die Deutsche Welthungerhilfe werde in Zukunft die in den Leitlinien eingegangenen Verpflichtungen der Staaten und deren Umsetzung kritisch beobachten und unterstützen, kündigte Donner an.

Die Zahl der chronisch unterernährten Menschen beträgt nach Angaben der Welthungerhilfe weltweit über 840 Millionen. Nachdem Mitte der 90er Jahre die Statistiken der UNO noch Fortschritte im Kampf gegen den Hunger auswiesen, sei die Zahl der Hungernden jetzt wieder gestiegen. In den im Jahr 2000 verabschiedeten Millenniumszielen hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Dieses Ziel sei mittlerweile in weite Ferne gerückt, so die Welthungerhilfe.

 

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© ArtToday

Reis: Erstmals wurde das Recht auf Nahrung festgeschrieben.

 

 Mehr Informationen:

FAO

Deutsche Welthungerhilfe

 

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