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EU-Bürger können künftige Klimapolitik mitgestalten
Die EU-Kommission fordert alle Europäer
auf, sich an der Debatte über die künftige Klimapolitik
zu beteiligen.
(vv) - Die Europäische Kommission führt ab Dienstag
Konsultationen über die künftige Klimapolitik durch.
Die Konsultationen geben Bürgern, Unternehmen und Politikern
die Möglichkeit, an der Diskussion über die künftige
Klimapolitik teilzunehmen. Auch Nichtregierungs-Organisationen
(NRO), Behörden, und Wissenschaftler können sich an
der Debatte beteiligen.
Beiträge können über das Web-Forum "Action
on Climate Change post 2012" eingereicht werden. Das
Forum steht bis zum 31. Oktober 2004 offen. Die Kommission will
die Beiträge bei der Entwicklung der künftigen Klimapolitik
der EU und bei der Diskussion über die künftigen internationalen
Maßnahmen gegen die Klimaänderung einbeziehen.
Klimaschutz nach Kyoto
EU-Umweltkommissarin Margot Wallström erläuterte: "Die
Klimaänderung ist eine der größten Herausforderungen
unserer Generation. Der erste Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls
endet 2012. Wir müssen uns bereits jetzt auf die Zeit danach
vorbereiten. Die internationale Gemeinschaft wird sich schon bald
mit der Frage beschäftigen, wie wir auf dem Kyoto-Protokoll
aufbauen und eine neue Phase der internationalen Zusammenarbeit
beim Klimaschutz einleiten können."
Standpunkte der Bürger berücksichtigen
"Die Konsultation der Beteiligten wird es uns erleichtern,
die Führungsrolle der EU beim Kampf gegen die Klimaänderung
beizubehalten und den Beitrag der EU auf einer soliden wissenschaftlichen
Grundlage und mit einer breiten öffentlichen Unterstützung
zu entwickeln.", sagte Wallström weiter.
Weitere Anstrengungen nötig
Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die EU verpflichtet,
zwischen 2008 und 2012 ihre Treibhausgasemissionen gegenüber
dem Stand von 1990 um 8% zu reduzieren. Diese Reduktionen werden
laut Wallström ein erster Schritt zur Lösung des vom
Menschen verursachten Teils des Klimaproblems sein, aber sie allein
können den Klimawandel nicht aufhalten.
Jüngste Studien zeigten, dass ausgehend von einem "Business
as usual"-Szenario weitere erhebliche Emissionsverringerungen
auf globaler Ebene von bis zu ca. 30% bis 2025 und 65% bis 2050
notwendig seien, um die Klimaänderung zu stoppen.
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