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EU-weites Konzept zur nuklearen Sicherheit
Die EU-Kommission will die Sicherheitsstandards
für Atomkraftwerke in der erweiterten Union vereinheitlichen
und die Mitgliedstaaten zu stärkeren Anstrengungen bei der
Entsorgung radioaktiver Abfälle zwingen.
(vv) - Die EU-Kommission hat am Mittwoch die überarbeitete
Fassung von zwei Rechtlinien vorgeschlagen, die neues Gemeinschaftsrecht
im Bereich der Sicherheit kerntechnischer Anlagen und der Entsorgung
radioaktiver Abfälle schaffen sollen. In dieser neuen Fassung
berücksichtige die Kommission die Standpunkte des Europäischen
Parlaments und des Rates, die zuvor Änderungen vorgeschlagen
hatten.
Die EU-Kommission fordert ein gemeinsames Bewertungssystem für
die nukleare Sicherheit in den 25 Mitgliedstaaten. Zudem soll
jeder EU-Staat verpflichtet werden, ein Programm zur endgültigen
Entsorgung radioaktiver Abfälle auszuarbeiten sowie Forschung
und Entwicklung in diesem Bereich zu intensivieren. Derzeit werden
32 % der in der erweiterten EU produzierten Elektrizität
durch Kernenergie erzeugt.
EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio erklärte: "Die
Kommission geht nun davon aus, dass die beiden Vorschläge,
die für die Sicherheit der Kernenergie in der erweiterten
EU unabdingbar sind, vom Rat unverzüglich erörtert werden,
um eine rasche Verabschiedung der neuen Rechtsvorschriften zu
ermöglichen. Es handelt sich dabei um zwei Schlüsselinstrumente,
mit denen mehr Transparenz garantiert, die öffentliche Diskussion
nüchterner geführt und die Bedenken der europäischen
Bürger gegenüber dieser Energiequelle ausgeräumt
werden sollen."
Ein Tätigwerden der Gemeinschaft sei unabdingbar, um ein
hohes Maß an nuklearer Sicherheit zu gewährleisten,
hieß es. Denn die internationalen Übereinkommen über
die Sicherheit kerntechnischer Anlagen und die Entsorgung abgebrannter
Brennelemente und radioaktiver Abfälle sähen kein Verfahren
vor, mit dem die Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen
überprüft werden könne. Sie verfügten nicht
über die gleiche Wirksamkeit wie gemeinschaftliche Maßnahmen
und können diese daher nicht ersetzen.
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