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- 02.09.2004 -

 

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NABU: Gemischte Bilanz für rot-grüne Umweltpolitik

Der Naturschutzbund NABU zog bei der Vorstellung seines Jahresberichtes eine gemischte Bilanz der rot-grünen Umwelt- und Naturschutzpolitik im vergangenen Jahr.

(vv) - NABU-Präsident Olaf Tschimpke stellte der Bundesregierung ein durchwachsenes Zeugnis für ihre Umweltpolitik im vergangenen Jahr aus. Bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichtes 2003 am Donnerstag in Berlin sagte er, den NABU hätten im letzten Jahr vor allem Themen wie die Förderung Erneuerbarer Energien, eine nachhaltige Verkehrspolitik sowie die Umsetzung einer umwelt- und verbraucherfreundlichen Agrarpolitik beschäftigt. Tschimpke warnte die Politik davor, in ökonomisch schwierigen Zeiten den Natur- und Umweltschutz zum Luxusproblem zu degradieren.

Die europäische Agrarpolitik habe sich im Jahr 2003 in die richtige Richtung bewegt. Die Entkopplung der Direktzahlungen von der Produktion und die Bindung der Prämienzahlungen an Umweltauflagen sei das richtige Signal gegen eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft. Der Einsatz von Pestiziden müsse aber weiter verringert werden.

Eine weitere große Herausforderung im Agrarbereich sei der wirksame Schutz der Natur vor gentechnisch veränderten Organismen. "Die aktuelle Novelle des Gentechnikgesetzes muss mit klaren Regelungen sicherstellen, dass ökologisch sensible Naturgebiete auch in Zukunft gentechnikfrei bleiben", so Tschimpke.

Klimaschutz tritt auf der Stelle

In der Energiepolitik verurteilte der NABU die Debatte über eine Renaissance der Atomenergie. Die jüngst aus den Reihen der Union geäußerten Absichten, im Falle eines Regierungswechsels den Ausstieg aus der Atomenergie zu stoppen und auch den Neubau von Atomkraftwerken in Erwägung zu ziehen, ließen schlimmste energiepolitische Rückschritte befürchten. In diesem Zusammenhang beklagte der NABU auch den Stillstand in Sachen Endlagersuche.

Auch beim Klimaschutz trete Deutschland auf der Stelle, sagte Tschimpke. Nach dem "verpatzten" Allokationsplan zum Emissionshandel komme es nun darauf an, ein Klimaschutzprogramm mit konkreten und in ihrer Wirkung abschätzbaren Maßnahmen aufzulegen.

390.000 Mitglieder - 20.000 Ehrenamtliche

Der Naturschutzbund NABU hat nach den Angaben im Jahr 2003 seine Mitgliederzahl bei 390.000 und damit auf dem Niveau des Vorjahres halten können. Auch bei den Spenden sei mit 2,2 Millionen Euro den Ertrag des Vorjahres erreicht worden. Die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen hätten auf 12,25 Millionen Euro leicht gesteigert werden können. Sie machten den Hauptanteil an den Gesamteinnahmen von gut 18 Millionen Euro aus. Ausdrücklich lobte Tschimpke die Leistung der rund 20.000 ehrenamtlichen Helfer.

 

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© NABU

NABU-Präsident
Olaf Tschimpke

 

 Mehr Informationen:

NABU-Jahresbericht 2003

 

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