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- 19.08.2004 -

 

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Trittin: Umweltpolitik soll Konflikten vorbeugen

Umweltminister Trittin will den Umweltschutz verstärkt für die zivile Krisenprävention nutzen und startete hierzu eine neue Informationsplattform im Internet.

(vv) - Wird es in Zukunft zu gewaltsamen Konflikten um Wasser oder andere nicht nachhaltig genutzte Umweltressourcen kommen? Welche sicherheitspolitischen Spannungen wird der sich abzeichnende Klimawandel auslösen, etwa mit Blick auf immer zahlreicher werdende Umweltflüchtlinge? Welchen Beitrag leisten umweltpolitische Initiativen zur Konfliktprävention und Friedensentwicklung? Diese Themen stehen im Mittelpunkt der neuen Informationsplattform "KRIUM - Zivile Krisenprävention - Umwelt und Ressourcen", die Bundesumweltministerium Jürgen Trittin am Mittwoch starte.

Der Zusammenhang zwischen umwelt- und sicherheitspolitischen Zielen ist laut Trittin ein Schlüssel zur Krisenprävention. Dies gelte zum Beispiel für die Einbeziehung der bisher nur unzureichend beachteten Sicherheitsrisiken des Klimawandels in die klimapolitische Diskussion oder die Förderung grenzübergreifender Wasserkooperationen in Spannungsgebieten.

Auch der vom Bundeskabinett kürzlich beschlossene Aktionsplan "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" unterstreiche die wichtige Rolle der Umweltpolitik. Trittin sagte weiter: "Wir müssen aufmerksam beobachten, wo Streit über den Zugang und die Nutzung natürlicher Ressourcen oder grenzübergreifende Umweltbelastungen zu Konflikten bis hin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führt und rechtzeitig gegensteuern. Und wir müssen die enormen Potentiale grenzübergreifender Umweltkooperationen in Spannungsgebieten stärker nutzen, um Vertrauensbildung als Voraussetzung für Friedensprozesse zu erzielen."

Die webbasierte Informationsplattform wird vom Berliner Forschungsinstitut Adelphi Research im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut. Sie besteht aus der Webseite www.krium.de und einem monatlich erscheinenden kostenlosen Newsletter. Themen der ersten Ausgabe sind unter anderem Initiativen des Bundesumweltministeriums zur Umweltkooperation im Südkaukasus, Konflikte durch illegalen Holzeinschlag in Indonesien und die Funktion von erneuerbaren Energien als "Friedensdividende".

 

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 Mehr Informationen:

KRIUM

Aktionsplan "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung"

 

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