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Trittin: Umweltpolitik soll Konflikten vorbeugen
Umweltminister Trittin will den Umweltschutz
verstärkt für die zivile Krisenprävention nutzen
und startete hierzu eine neue Informationsplattform im Internet.
(vv) - Wird es in Zukunft zu gewaltsamen Konflikten um Wasser
oder andere nicht nachhaltig genutzte Umweltressourcen kommen?
Welche sicherheitspolitischen Spannungen wird der sich abzeichnende
Klimawandel auslösen, etwa mit Blick auf immer zahlreicher
werdende Umweltflüchtlinge? Welchen Beitrag leisten umweltpolitische
Initiativen zur Konfliktprävention und Friedensentwicklung?
Diese Themen stehen im Mittelpunkt der neuen Informationsplattform
"KRIUM - Zivile Krisenprävention - Umwelt und Ressourcen",
die Bundesumweltministerium Jürgen Trittin am Mittwoch starte.
Der Zusammenhang zwischen umwelt- und sicherheitspolitischen
Zielen ist laut Trittin ein Schlüssel zur Krisenprävention.
Dies gelte zum Beispiel für die Einbeziehung der bisher nur
unzureichend beachteten Sicherheitsrisiken des Klimawandels in
die klimapolitische Diskussion oder die Förderung grenzübergreifender
Wasserkooperationen in Spannungsgebieten.
Auch der vom Bundeskabinett kürzlich beschlossene Aktionsplan
"Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung"
unterstreiche die wichtige Rolle der Umweltpolitik. Trittin sagte
weiter: "Wir müssen aufmerksam beobachten, wo Streit
über den Zugang und die Nutzung natürlicher Ressourcen
oder grenzübergreifende Umweltbelastungen zu Konflikten bis
hin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führt und rechtzeitig
gegensteuern. Und wir müssen die enormen Potentiale grenzübergreifender
Umweltkooperationen in Spannungsgebieten stärker nutzen,
um Vertrauensbildung als Voraussetzung für Friedensprozesse
zu erzielen."
Die webbasierte Informationsplattform wird vom Berliner Forschungsinstitut
Adelphi Research im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut.
Sie besteht aus der Webseite www.krium.de und einem monatlich
erscheinenden kostenlosen Newsletter. Themen der ersten Ausgabe
sind unter anderem Initiativen des Bundesumweltministeriums zur
Umweltkooperation im Südkaukasus, Konflikte durch illegalen
Holzeinschlag in Indonesien und die Funktion von erneuerbaren
Energien als "Friedensdividende".
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