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Wassermangel: Getreide statt Fleisch
Der hohe Fleischkonsum der industrialisierten
Welt stellt eine Bedrohung für die Wasserreserven der Welt
dar.
(vv) - Zu diesem Schluss kommen Experten anlässlich einer
Wasserkonferenz in Stockholm. Tiere verbrauchen weit mehr Wasser
als Getreide, um die gleiche Menge an Nahrung herzustellen. Nach
Ansicht der Forscher müsse die Welt ihr Konsumverhalten ändern,
sollen all ihre Bewohner satt werden.
Der Welt geht das Wasser für Lebensmittel
aus
Nach Angaben des Stockholm International Water Institute (SIWI),
dem Veranstalter der Konferenz, leiden derzeit etwa 840 Millionen
Menschen an Unterernährung oder haben keine sichere Versorgung
mit Lebensmitteln. Nach Schätzungen könnten es 2025
sogar zwei Milliarden oder mehr sein. Die wachsende Weltbevölkerung
zu ernähren und das Wasser zur Nahrungsmittelproduktion zu
finden, bleibe eine große Herausforderung. In dem Report
"Wasser - Mehr Nahrung pro Tropfen" heisst es dazu:
"Über mehrere Jahrzehnte war der Zuwachs in der Lebensmittelproduktion
größer als das Bevölkerungswachstum. Nun geht
der Welt das Wasser für weitere Lebensmittel aus..."
Getreide statt Fleisch
Zur Produktion von einem Kilo Fleisch von einem mit Getreide
gefütterten Rind bedarf es rund 15 Kubikmeter Wasser - während
ein Kilo Getreide nur zwischen 0,4 und drei Kubikmeter Wasser
benötigt. Ein Mittel, um die zunehmende Wasserknappheit in
aller Welt zu bekämpfen, liege deshalb in veränderten
Ernährungsgewohnheiten: Getreide statt Fleisch empfehlen
die Experten. Es sei "fast unmöglich", zukünftige
Generationen so zu ernähren wie es derzeit Nordamerikaner
und Europäer täten.
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