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Mehr Schutz für indigene Völker
Hilfsorganisationen fordern Bundesregierung
und Bundestag auf, umgehend die Konvention zum Schutz indigener
Völker zu ratifizieren.
(vv) - Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt"
sowie das "Klima-Bündnis der europäischen Städte"
haben am Freitag an Bundesregierung und Bundestag appelliert,
die Konvention zum Schutz der indigenen Völker umgehend zu
ratifizieren. "Diese Konvention ist das weltweit einzige
völkerrechtliche Instrument, das die Rechte von Ureinwohnern
schützt", sagte Andreas Selmeci von "Brot für
die Welt" zum Internationalen Tag der indigenen Völker
am 9. August.
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
garantiert das Recht indigener und in Stämmen lebender Völker
auf ihr Land, natürliche Ressourcen, interkulturelle Bildung
und Selbstbestimmung. Sie trat bereits 1991 in Kraft und ist seitdem
erst von 17 Staaten angenommen worden. In Europa haben nur Norwegen,
die Niederlande und Dänemark die Konvention unterzeichnet,
obwohl die Europäische Kommission die Ratifizierung empfiehlt.
"Brot für die Welt" setzt sich vor allem in Lateinamerika
für die Rechte der indigenen Völker ein. Ihre Lebensweise
sei vor allem durch Großprojekte wie Erdöl- und Erdgasleitungen,
Straßen- und Kanalbau bedroht. Bisher würden sie bei
den Planungen nicht oder nur unzulänglich berücksichtigt,
obwohl Weltbank, die Europäische Union und andere große
internationale Geldgeber das vorsehen. Auch das Klima-Bündnis
der europäischen Städte mit indigenen Völkern der
Regenwälder setzt sich seit Jahren für die Rechte der
Regenwaldvölker ein.
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