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- 06.08.2004 -

 

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Mehr Schutz für indigene Völker

Hilfsorganisationen fordern Bundesregierung und Bundestag auf, umgehend die Konvention zum Schutz indigener Völker zu ratifizieren.

(vv) - Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" sowie das "Klima-Bündnis der europäischen Städte" haben am Freitag an Bundesregierung und Bundestag appelliert, die Konvention zum Schutz der indigenen Völker umgehend zu ratifizieren. "Diese Konvention ist das weltweit einzige völkerrechtliche Instrument, das die Rechte von Ureinwohnern schützt", sagte Andreas Selmeci von "Brot für die Welt" zum Internationalen Tag der indigenen Völker am 9. August.

Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) garantiert das Recht indigener und in Stämmen lebender Völker auf ihr Land, natürliche Ressourcen, interkulturelle Bildung und Selbstbestimmung. Sie trat bereits 1991 in Kraft und ist seitdem erst von 17 Staaten angenommen worden. In Europa haben nur Norwegen, die Niederlande und Dänemark die Konvention unterzeichnet, obwohl die Europäische Kommission die Ratifizierung empfiehlt.

"Brot für die Welt" setzt sich vor allem in Lateinamerika für die Rechte der indigenen Völker ein. Ihre Lebensweise sei vor allem durch Großprojekte wie Erdöl- und Erdgasleitungen, Straßen- und Kanalbau bedroht. Bisher würden sie bei den Planungen nicht oder nur unzulänglich berücksichtigt, obwohl Weltbank, die Europäische Union und andere große internationale Geldgeber das vorsehen. Auch das Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder setzt sich seit Jahren für die Rechte der Regenwaldvölker ein.

 

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Brot für die Welt

Klima-Bündnis

Indigene Völker

 

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