Globaler Marshall Plan der Menschlichkeit
Eine neue Initiative möchte einen Marshall-Plan
für die Erde auf den Weg bringen. Es geht um nicht weniger
als den Umbau der Weltwirtschaft.
(vv) - Weil es die große Politik bislang nicht geschafft
hat, die vielfältigen Probleme unseres Planeten in einer
konzertierten Aktion anzugehen, meldet sich jetzt eine neue Initiative
zu Wort. Die Zeitschrift "natur+kosmos" stellt in ihrer
Augustausgabe den Global Marshall Plan vor. Zahlreiche Nicht-Regierungsorganisationen,
wie der Club of Budapest und der Club of Rome sowie diverse Wirtschaftsverbände
wie B.A.U.M. haben sich zusammen getan, um gemeinsam einen Marshall-Plan
für die Erde auf den Weg zu bringen.
Es geht um nicht weniger als den Umbau der Weltwirtschaft. Bis
zum Jahr 2015 soll die Anzahl jener Milliarde Menschen, die hungern
und keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, halbiert werden. Zudem
soll die Kindersterblichkeit um ein Drittel gesenkt und allen
Mädchen und Jungen der Besuch der Grundschule ermöglicht
werden. Schließlich wollen die Initiatoren globale Trends
umkehren - vom hemmungslosen Ressourcenverbrauch über die
wachsende Schere zwischen Arm und Reich bis hin zur epidemischen
Ausbreitung von Aids und Malaria.
Die Initiative fordert nun die Industriestaaten auf, ihre Entwicklungshilfeausgaben
zu verdoppeln. Geplant sind außerdem zusätzliche Steuern.
In der Anfangsphase braucht das ehrgeizige Projekt rund 120 Milliarden
Dollar pro Jahr, um den Einstieg in eine weltweite ökosoziale
Markwirtschaft zu erreichen.
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