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- 29.07.2004 -

 

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NABU fordert schnelles Standortsuchverfahren für Atom-Endlager

Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, für die Endlagerung radioaktiver Abfälle unverzüglich ein Verfahren zur Standortsuche einzuleiten.

(vv) - "Die Bundesregierung muss das neue Suchverfahren zügig gesetzlich verankern", erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller am Donnerstag in Bonn. Ansonsten trage sie zur Zementierung einer festgefahrenen Situation bei, so Miller mit Blick auf den jahrzehntelangen Streit um Gorleben und Schacht Konrad. Der von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitskreis "Auswahlverfahren Endlagerstandorte" ("AK End") hatte bereits Ende 2002 einen Vorschlag für ein solches Suchverfahren vorgelegt, das von Opposition und Atomkonzernen aber abgelehnt wurde.

Kein Verständnis habe der NABU für die Kritik an den zu erwartenden Kosten für die Endlagersuche. "Selbstverständlich müssen die Abfallverursacher für die Kosten aufkommen", sagte Miller. Für solche Zwecke hätten die Atomkonzerne milliardenschwere Rückstellungen gebildet, aus denen das Suchverfahren locker finanziert werden könne.

Kritik an der Atompolitik von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) war jüngst von EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio geäußert worden. Palacio hatte gesagt, sie verlange von allen EU-Mitgliedstaaten, bis 2008 nationale Endlager für Atomabfälle zu benennen. Dagegen hat Trittin erklärt, die Entscheidung über die Auswahl von Standorten müsse in nationaler Verantwortung bleiben.

NABU gegen "Renaissance der Atomenergie"

Eine klare Absage erteile der NABU auch allen Überlegungen für eine mittelfristige Renaissance der Atomenergie. Wer diese Diskussion wieder eröffne müsse wissen, dass er damit tiefe gesellschaftliche Gräben erneut aufreiße. "Das Beste wäre, mit der Atomfrage zukünftig genauso umzugehen wie mit dem Müll: möglichst tief und sicher vergraben", so Miller abschließend.

 

 Mehr Informationen:

NABU

AK End

 

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