Ausstoß von Treibhausgasen in Europa rückläufig
Der Ausstoß von Treibhausgasen in der Europäischen Union ist 2002 erstmals seit drei Jahren zurückgegangen.
(vv) - Die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur veröffentlichten am Donnerstag Daten, wonach die Emissionen bei den sechs im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgasen 2002 um 0,5% zurückgegangen sind. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Umstellung von Kohle auf Erdgas zurückzuführen, ferner auf einen warmen Winter und eine geringere Industrieproduktion angesichts der Konjunkturflaute.
Die Emissionen der sechs Treibhausgase waren in den Jahren 2000 und 2001 um jährlich 0,2 % beziehungsweise 1,3 % gestiegen. Ziel der EU ist ein Rückgang um 8 % in den nächsten 8 Jahren, erreicht wurden bislang 2,9 %. Trotz dieses Rückgangs sei man aber noch weit von der Erfüllung der Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls entfernt.
Nur vier Länder (Deutschland, Frankreich, Schweden, Großbritannien) hätten ihre Emissionsziele erreicht, andere würden sie - zum Teil beträchtlich - verfehlen. Dies gelte insbesondere für Spanien, Portugal, Irland, Österreich, Italien, Dänemark und Griechenland. Der größte Rückgang insgesamt wurde bislang in Deutschland festgestellt, den Angaben zufolge ging hier der Ausstoß von Treibhausgasen seit 1990 um 19 % zurück. Zugleich entfallen auf Deutschland und Großbritannien aber auch mehr als 40 % der gesamten Emissionen der EU.
Eine deutliche Reduzierung des Ausstoßes verspricht sich die EU vom Emissionshandel, der am 1. Januar 2005 beginnt. Danach bekommen Industrieanlagen Zertifikate für den Ausstoß von Treibhausgasen zugesprochen. Nutzen sie diese nicht, können sie die verbliebenen Zertifikate verkaufen.
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