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- 13.07.2004 -

 

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Besonders junge Menschen von AIDS betroffen

10 Millionen junge Menschen weltweit sind HIV-infiziert und durch AIDS wurden 15 Millionen Kinder zu Waisen: Besonders junge Menschen sind von AIDS betroffen, warnt UNICEF.

(vv) - Zur Welt-AIDS-Konferenz vom 11. bis 16. Juli in Bangkok ruft das Kinderhilfswerk UNICEF dazu auf, Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt des Kampfes gegen AIDS zu stellen. Junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren seien weltweit am stärksten von der Ausbreitung des HI-Virus betroffen. UNICEF geht nach neuesten Schätzungen davon aus, dass inzwischen mehr als zehn Millionen junge Menschen mit dem Virus leben. Mehr als die Hälfte derjenigen, die sich 2003 neu infizierten, waren noch keine 25 Jahre alt.

Zahl der AIDS-Waisen steigt

Gleichzeitig verlieren immer mehr Kinder durch die Seuche ihre Eltern. Die Zahl der AIDS-Waisen, die einen oder beide Elternteile verloren, stieg von 11,5 Millionen in 2001 auf 15 Millionen in 2003. Rund 630.000 Kinder wurden 2003 mit dem Virus geboren oder erhielten es während des Stillens mit der Muttermilch. Fast eine halbe Million Kleinkinder unter fünf Jahren starben im vergangenen Jahr an AIDS. UNICEF fordert mehr finanzielle Mittel, um AIDS-Aufklärung und die Behandlung der Krankheit in den Entwicklungsländern entscheidend zu verbessern.

 


© UNICEF

Aids-Waise Nelinha (l) und ihre Großmutter Julia Jao (r) in Mosambik. Nelinha ist neun Jahre alt. Nach dem Tod ihres Vaters vor fünf Jahren wurde sie von Nachbarn zurück nach Cachembe gebracht, in das Heimatdorf ihrer Eltern. Ihre Großmutter Julia Jao kümmert sich um sie. Sie weiß nicht, ob ihre Mutter noch lebt.

 

Afrika: Mehr Tote durch AIDS als durch Krieg und Gewalt

AIDS ist vor allem für die Menschen in Afrika eine Tragödie bislang ungekannten Ausmaßes. Sie fordert mittlerweile mehr Todesopfer als Krieg und Gewalt. Mädchen und junge Frauen tragen die größte Bürde: Drei Viertel der HIV-infizierten jungen Menschen im südlichen Afrika sind weiblich. Meist sind es Mädchen und Frauen, die kranke Familienmitglieder pflegen. Auch deshalb sind sie die ersten, die wegen AIDS nicht länger zur Schule gehen oder ihren Job und ihr Einkommen verlieren.

In Afrika südlich der Sahara leben auch die meisten AIDS-Waisen. UNICEF befürchtet, dass die Zahl der AIDS-Waisen dort bis 2010 auf über 18 Millionen steigen wird. Falls die HIV-positiven Eltern nicht schnell Zugang zu medizinischer Behandlung erhalten, werden auch diese dramatisch hohen Zahlen noch übertroffen werden.

Größte Wachstumsraten in Asien

Die größten Wachstumsraten der AIDS-Epidemie werden derzeit in Asien und Osteuropa verzeichnet. Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, findet die Welt-AIDS-Konferenz in diesem Jahr in der thailändischen Hauptstadt Bangkok statt.

Ermutigende Zahlen zur HIV/Aids-Behandlung

Aber es gibt auch ermutigende Zahlen: Die Behandlung von HIV/Aids-Patienten mit antiretroviralen Medikamenten ist auch unter einfachen Bedingungen in ärmeren Ländern erfolgreich. Dies zeigen neue Daten, die die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" am Montag auf der Aidskonferenz in Bangkok veröffentlicht hat. Die Vereinfachung der Therapie habe es Ärzte ohne Grenzen ermöglicht, innerhalb der vergangenen zwei Jahre die Anzahl der behandelten Patienten von 1.500 auf 13.000 zu erhöhen. Die Organisation rief Regierungen auf, alles zu tun, um mehr Menschen den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten zu ermöglichen.

"Ärzte ohne Grenzen und andere Organisationen zeigen, dass die HIV/Aids-Behandlung in ärmeren Ländern möglich ist. Jetzt müssen Regierungen handeln", sagte Tobias Luppe von Ärzte ohne Grenzen in Bangkok. "Es ist inakzeptabel, dass nur sieben Prozent der Betroffenen, die in Entwicklungsländern dringend antiretrovirale Medikamente brauchen, diese derzeit bekommen." Die Organisation forderte die Bundesregierung auf, ihren Beitrag zur Aids-Bekämpfung im Jahr 2005 auf mindestens 500 Millionen Euro jährlich sowie im Jahr 2007 auf mindestens 700 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen.

 

 Mehr Informationen:

UNICEF

Ärzte ohne Grenzen

UNAIDS: Konferenz in Bangkok

Youth and HIV

 

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