Nachhaltigkeitsrat: "Deutschland fehlt ein Zukunfts-TÜV"
Deutschland hat - sowohl die Umwelt als
auch den sozialen Zusammenhalt betreffend - bisher keine großen
Sprünge auf dem Weg zur Nachhaltigkeit gemacht.
(vv) - Die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft, unseres
Konsums, unserer Umwelt hat nicht den Stellenwert auf der Agenda
von Politik und Wirtschaft, der ihr zukommt. Diese Bilanz zog
der Rat für Nachhaltige Entwicklung am Mittwoch in Berlin.
"Deutschland fehlt ein Zukunfts-TÜV", erklärte
Volker Hauff, der Vorsitzende des von Bundeskanzler Schröder
einberufenen Nachhaltigkeitsrates.
Der Rat hat mehrere hundert Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden
und Bürgergruppen, Kommunen, Wissenschaft und Kultur, aber
auch Jugendliche gefragt, wie gut Deutschland auf die Nachhaltigkeit
vorbereitet ist. Das Fazit: Nachhaltiges Denken und Handeln ist
noch nicht in der Mitte der Gesellschaft verankert. "Trotz
guter Ansätze zum Beispiel der Bundesregierung, der Wirtschaft,
in den Bundesländern, die im Detail durchaus zu konstatieren
sind, machen Politik und Wirtschaft ihren roten Faden zur Nachhaltigkeit
für viele Menschen nicht erkennbar", kommentierte Hauff
das Ergebnis.
Der Bericht zeigt aber auch optimistische Seiten: "Nachhaltigkeit
ist eine Kreativitäts-Reserve unserer Gesellschaft. Viele
Menschen greifen die Idee der Nachhaltigkeit kraftvoll auf und
halten sie mit kreativen und engagierten Initiativen in Bewegung,
sowohl in der Wirtschaft, als auch in der Zivilgesellschaft. Das
kreative und initiativreiche Engagement vieler Menschen bestätigt,
dass bei der Gestaltung einer umwelt- und sozialgerechten Zukunft
die Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle spielt", so Hauff.
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